Category: Aktionen

Dezember 3rd, 2020 by GEW

Am letzten Sonntag erreichte die Schulleitungen und alle Kolleg:innen an den Schulen des Landes … wie immer sehr zeitig … die allerneuste Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 und die ab 01.12.2020 geltende SchulencoronaVO.

Am Schluss der E-Mail wurde der Zeitplan für konkrete und wirksame Maßnahmen der Landesregierung zum Schutz vor Covid-19 Infektionen an den Schulen Schleswig-Holsteins veröffentlicht ….. Hätte man ja mal erwarten dürfen, nach 10 Monaten Pandemie! Aber nein, es stand dort (Zitat):

„Da heute der erste Advent ist, möchte ich Ihnen am Schluss dieser Nachricht eine Gedichtstrophe übermitteln …

Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr

im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns sehr

durch die dunklen Stunden. (…)

(Matthias Claudius)

… und verbleibe mit

 adventlichen Grüßen  . . .“  (Zitatende)

 

Liebes Bildungsministerium,

da heute nicht der erste Tag der Corona Pandemie ist, nimmt die GEW KV Segeberg diese neue Kommunikationsform gerne auf und übermittelt Ihnen auch eine Gedichtstrophe …

Die Hütte brennt

Schutz und Entlastung* muss her!

statt ’nem Gedicht aus ministeriellen Munden.

Das nützt den Schulen viel mehr

als Phrasen in diesen Stunden!

*endlich ausreichend viele FFP2 Schutzmasken, Klassenteilung, kleinere Lerngruppen, Laptops für Schüler:innen und Lehrkräfte, aktive Schutzmaßnahmen in den Klassenräumen wie Luftreiniger und Trennwände usw.

Leider alles verpennt!

Wir verbleiben

mit gewerkschaftlichen Grüßen

GEW KV Segeberg

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November 24th, 2020 by GEW

Auch wenn von der schleswig-holsteinischen Landesregierung weiterhin behauptet wird, dass von den Schulen angeblich keine Gefahren zu Verbreitung von Covid-19 Infektionen ausgehen, beweisen die mittlerweile vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen das Gegenteil. Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen erkranken genauso oft an Corona wie der Rest der Bevölkerung, Jugendliche an den weiterführenden Schulen gehören zur Altersgruppe der am häufigsten an Covid-19 erkrankten Menschen. Dementsprechend steigen die Ansteckungsgefahren in den Schulen und die Zahl der an Covid-19 erkrankten Schüler:innen und Lehrkräfte. Über den aktuellen Kenntnisstand der Wissenschaft informiert NANO (ZDF) in der Sendung am 24.November:

https://www.3sat.de/wissen/nano/201124-sendung-nano-102.html

Luftfilteranlagen scheinen neben Verkleinerung der Lerngruppen durch Hybridunterricht eine geeignete und bezahlbare Maßnahme gegen die Ansteckungsgefahren in den Schulen darzustellen. Der SPIEGEL stellt in der aktuellen Ausgabe eine finanzierbare Lösung für Klassenräume vor:

„So einfach ist es, Schulen Corona-sicherer zu machen“

Während in anderen Bundesländern endlich Maßnahmen zum aktiven Schutz der Kinder und Jugendlichen und der Lehrkräfte an den Schulen unternommen werden, sitzt die Landesregierung in SH das Problem weiterhin aus und wiederholt mantrahaft die Mär von den vor Covid-19 sicheren Schulen in Schleswig-Holstein.
Auch, wenn die Infektionszahlen in Teilen des Bundeslandes zurzeit niedrig erscheinen, ist die Ansteckungslage besonders im Süden des Schleswig-Holsteins bedrohlich und der Warnwert des RKI von 50 Infektionen pro 100.000 Bewohner:innen in 7 Tagen wird in mehreren Landkreisen deutlich überschritten …. doch die Landesregierung in Schleswig-Holstein ist noch nicht einmal fähig oder bereit, ihre Landesbeschäftigten an den Schulen mit wirksamen Schutzmasken auszustatten.

Die GEW in Bayern beschreitet übrigens jetzt den Klageweg, um die Landesregierung dort zu veranlassen, den notwendigen Gesundheitsschutz für die Schüler:innen und Beschäftigten und die Empfehlungen des RKI umzusetzen. Vielleicht ist dies auch in Schleswig-Holstein der letzte Weg, wenn unsere Landesregierung weiterhin so wie beschrieben verfährt!

https://www.gew-bayern.de/presse/detailseite/neuigkeiten/gew-zieht-gegen-freistaat-bayern-und-stadt-muenchen-vor-gericht/



GerdCL.

GEW KV Segeberg

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November 19th, 2020 by GEW

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Kampagne des DGB „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ braucht Eure Unterstützung. Gerade in der Zeit der Corona Pandemie häufen sich die Übergriffe auf die Beschäftigten, auch in den Kitas und den Schulen. Auf der Seite www.dgb.de/mensch findet Ihr eine Karte, auf der betroffene Kolleg:innen solche Vorfälle/Übergriffe melden können. Dort findet ihr auch weitere Infos zu dieser Initiative.  Bitte macht diese Kampagne an euren Dienstellen und Betrieben bekannt.

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November 19th, 2020 by GEW

Die GEW Schleswig-Holstein bietet am 02.12.2020 und am 09.12.2020 von 09-15:00 Uhr jeweils eine Online-Grundlagenschulung für Personalräte an. Diese richtet sich speziell an neu gewählte Personalräte. Folgende Inhalte sind vorgesehen:

1. Grundlagen der Mitbestimmung
2. Mitbestimmung und Personalratsarbeit in Corona-Zeiten
3. Fallbeispiele
4. Aktuelles und Frage

Anmeldungen sind bis zum 27.11. möglich unter info@gew-sh.de.

Weitere Informationen zu den Personalratsschulungen der GEW SH finden sich unter: https://www.gew-sh.de/personalrat/events/list/

 

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November 16th, 2020 by GEW

Es geht so weiter!

Aktuell 16.11.20, 19:30Uhr: Die schon vorher von der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Prien mantrahaft wiederholte Parole in Covid-19 Zeiten hat der „Präsenzunterricht eine hohe politische Priorität“ (… aber kosten darf er nichts…*) wird von den Landesfürst:innen auf Bundesebene durchgesetzt!

Anders als im eigentlichen Vorschlag des Bundes, der weitergehende Maßnahmen an den Schulen enthalten hatte, verschwindet der Punkt Schulen im jetzt vorliegendem Länderpapier fast aus dem Entwurf. War ursprünglich unter anderem noch die Forderung nach einer Maskenpflicht für alle Schüler:innen und Lehrkräfte im Unterricht und auf dem Schulgelände enthalten und die Halbierung der Klassengrößen mit der Möglichkeit von Hybridunterricht, heißt es in der Länderfassung nur noch, dass die Offenhaltung von Schulen und Betreuungseinrichtungen im Präsenzunterricht „eine hohe politische Priorität“ habe. Dies betonte auch Ministerpräsident Günther am Abend im Landeshaus.

Zuvor hatte der Bund sein Papier schon entschärft. Danach sollten die Länder nur noch bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Aber auch dazu steht im Länderpapier nichts mehr. (Infos nach:  NDR.de Nachrichten 16.11.20)

Während alle Bürger:innen  angehalten werden, öffentliche Verkehrsmittel möglichst zu meiden und außerdem für alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens Kontaktbeschränkungen, übrigens auch für Kinder und Jugendlichen, „auf einen festen weiteren Haushalt“ empfohlen werden, gilt all dies an den Schulen und Kitas des Landes nicht. Hier heißt die Ansage an die Kinder, die Schüler:innen, Erzieher:innen und Lehrkräfte weiterhin: ohne einhaltbare Abstandsregeln, ohne Schutzmaßnahmen, in vollen Klassenzimmern und überfüllten Schulbussen  „Augen zu und mit Vollgas durch …rein in die Covid-19 Pandemie“.  

Liebe Kolleginnen und Kollegen, passt bitte auf euch auf und bleibt gesund!

cmt GerdCL.

GEW KV Segeberg

*Anm. der Redaktion
 

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November 13th, 2020 by GEW

Gibt es wirklich keinen Grund, dass Bildungsministerin Prien ihr Corona-Pandemiekonzept überdenkt?

Ganz Deutschland leidet unter dem exponentiellen Anstieg der Covid-19 Infektionen und sucht nach Lösungen, um die Ansteckungsgefahren zu minimieren und zumindest auch einen halbwegs geregelten Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Nur aus Sicht aus der Landesregierung in Kiel stellt sich das Problem anscheinend nicht. Für Bildungsministerin Prien ist das alles eine nur „aufgeregte Diskussion“. Schleswig-Holstein habe das zweitniedrigste Infektionsgeschehen im Bund, sagt Prien. „Es gibt keine Veranlassung, unser Konzept grundsätzlich zu überdenken.“ (zitiert nach Hamburger Abendblatt vom 12.Nov.)

Hinter den Mauern des Landeshauses an der Förde mag das so geglaubt werden. Betrachtet man jedoch die Realität z.B. im Süden des Flächenlands Schleswig-Holstein, so erkennt man, dass die Aussage Schleswig-Holstein habe das zweitniedrigste Infektionsgeschehen aller Bundeländer sehr zu relativieren ist. In allen Südkreisen liegt der Zuwachs der Covid-19 Infektionen schon seit mehreren Wochen deutlich über dem vom RKI festgelegten Problemwert 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Dort haben wir einen starken Anstieg der Covid-19 Erkrankungen auch an den Schulen. Die Nähe zum Corona-Hotspot Hamburg, wo die Infektionen im schulischen Umfeld bereits etwa ein Drittel aller Ansteckungen mit Covid-19 ausmachen, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Eigentlich war vorgesehen, dass bei einer deutlichen Verschärfung des Infektionsgeschehens auch an den Schulen des Landes erweiterte Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 umgesetzt werden sollten, doch dafür besteht aus Priens Sicht keine Notwendigkeit mehr. Bei uns im Land reicht eine Maskenpflicht, alles andere scheint „nicht sinnvoll“ oder zu teuer zu sein. Die Abstandspflicht in den Unterrichtsräumen ist ebenso aufgehoben, wie in vielen Schulen defacto auch die Vorgabe regelmäßig zu lüften, da diese oft gar nicht umsetzbar ist. An Luftreinigungsgeräte oder an Trennwände aus Plexiglas für Lehrer:innen und Schüler:innen ist nicht zu denken, zu teuer! Priens Zaubermittel, das „Kohortensystem“, das angeblich die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten unter den Schüler:innen ermöglichen soll, scheitert nicht zuletzt an der Überlastung der Gesundheitsämter aufgrund hoher Infektionszahlen. „Kohorten“ von Klassen- bis Jahrgangsgröße mit mehr als hundert Schüler:innen und einem Mehrfachen an Bezugspersonen außerhalb der Schulen sind in dieser Infektionssituation eben nicht kontrollierbar. Die Ansteckungsgefahr auf den Schulwegen und besonders in den überfüllten Schulbussen wird weggeschwiegen. Eine Verkleinerung der Lerngruppen und ein Übergang zu Kombination von Präsenz- und Onlineunterricht, die die dargestellte Problematik verringern würden, sind auch „nicht sinnvoll“.

Natürlich ist all das nicht nur ein Kieler Problem, sondern auch die Schulträger nehmen die Situation an den Schulen nicht ernst oder scheuen hohe Ausgaben. Da werden in Norderstedt dann einmalig z.B. 50 Einmal-Schutzmasken! an eine Schule mit 75 Lehrer:innen geschickt. Denkt da eigentlich jemand nach? Oder es wird in Kaltenkirchen statt Luftreinigern die Anschaffung von CO2-Messgeräten empfohlen, die seien billiger!  Vielleicht sollte man diesen Entscheidern einmal erläutern, dass CO2 und Covid-19 zwar beide mit C und O beginnen, aber das bedeutet nicht, dass Covid-19 und CO2 dasselbe sind. Zwischen einer messbaren CO2 Konzentration und einer hohen Virenkonzentration in der Raumluft besteht nun mal ein eklatanter Unterschied.

In den Landesverwaltungen in Kiel und in vielen Rathäusern des Landes werden die dort Beschäftigten z.B. durch eine drastische Einschränkung des Publikumsverkehrs geschützt, zu Recht! Überall, wo es möglich ist, gehen die Beschäftigten ins Homeoffice. Aber warum gelten sinnvolle Schutzmaßnahmen gerade für die größte Gruppe der Landesbeschäftigten, die Lehrkräfte an den Schulen, eigentlich nicht? Gibt es in der Pandemie Landesbedienstete erster und zweiter (oder dritter) Klasse? Auch die  Nichtanerkennung ärztlicher Atteste von Lehrkräften mit teilweise schwersten Vorerkrankungen wurde noch im Frühsommer vom Bildungsminsterium pauschal mit dem Argument eines geringen Infektionsgeschehens in Schleswig-Holstein begründet. Eine erneute Überprüfung ist in Kiel kein Thema, obwohl sich die Situation grundlegend verändert hat.

All das ist keine „aufgeregte Diskussion“!  Nein, es gibt genug Gründe, dass Frau Prien sofort das Pandemiekonzept für den Schulbereich des Landes Schleswig-Holstein nicht nur überdenken muss, sondern die Landesregierung muss jetzt handeln. Unsere Gewerkschaft hat vor einiger Zeit mit der Parole „Gute Arbeit kostet Geld“ demonstriert, wir müssen jetzt ergänzen „Gute Schule und gesunde Schüler:innen und Lehrkräfte kosten auch Geld und sie sind es wert!“.

Nachtrag: In einem großen Staat auf der anderen Seite des Atlantiks ist gerade ein Präsident wegen seines Versagens in der Coronakrise abgewählt worden. Er hatte die Gefahren der Pandemie bewusst heruntergespielt, sein Volk getäuscht und sinnvolle Schutzmaßnahmen in Frage gestellt. Er hat in dieser Frage außer durch Presseerklärungen, Drohgebärden und Twittermeldungen durch Untätigkeit geglänzt.

 

Cm: GerdCL.

GEW KV Segeberg

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November 11th, 2020 by GEW

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

da ja zurzeit keine GEW-Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit durchgeführt werden können, hat sich der Segeberger GEW-Kreisvorstand überlegt, euch Vertrauensleute zu einer Videokonferenz per Zoom einzuladen.

Das wollen wir am Donnerstag, 3.12.20 von 17:00 bis 18:00 Uhr machen.

Inhaltlich soll es vor allem um eure derzeitige Situation und die Arbeitsbedingungen an eurer Schule gehen. Und wir vom Kreisvorstand können euch Infos über GEW-Aktivitäten auf Landesebene geben.

Wenn ihr konkrete Anliegen/Fragen/Wünsche habt, lasst es mich gern vorher wissen; dann bereiten wir uns schon mal darauf vor.

Ich hoffe, viele von euch können mitmachen!

Bitte meldet euch dann per Mail (duggen@gew-sh.de) bei mir an und dann bekommt ihr vor der Sitzung die entsprechenden Zugangsdaten für die Videokonferenz.

Gruß,

Sabine

(für den GEW Kreisvorstand)

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November 9th, 2020 by GEW

Folgende Module bietet die GEW-SH im November an:

  • Modul 1: Mitbestimmungsrechte der PR bei Digitalisierungsvorhaben
  • Modul 2: Aufgaben der PR bei der Einstellung nach TV-L
  • Modul 3: Aufgaben der PR bei Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Infektionsschutz
  • Modul 4: MBG Wie mache ich: Personalratssitzungen unter Coronabedingungen?
  • Modul 5: MBG Wie mache ich: Dienstvereinbarungen?
  • Modul 6: MBG Wie mach ich: Initiativanträge?
  • Modul 7: MBG Personalversammlungen unter Coronabedingungen

Die Schulungen können unabhängig voneinander gebucht werden, dh. sie bauen nicht aufeinander auf. Auch für die Teilnahme an diesen Schulungen gilt der § 37 MBG und ihr könnt euch für die entsprechende Zeit freistellen lassen.

Es gibt  sowohl vormittags (von 11-14 Uhr) als auch nachmittags (von 15-18 Uhr) die Möglichkeit an einer Schulung teilzunehmen. Bitte meldet euch für digitalen Schulungen bis spätestens Freitag vor dem Schulungstermin unter info(at)gew-sh(dot)de unter Angabe des Titels und des Datums, an dem ihr an der digitalen Schulung teilnehmen wollt, an. Die Zugangsdaten werden wenige Tage vor der Schulung an die angemeldeten Teilnehmer*innen verschickt.

Termine:

Datum Uhrzeit Modul/ Schulungsleiter*in
09.11.2020 (Mo)   15-18:00 M7: MBG: Wie mache ich: Personalversammlungen unter Coronabedingungen Marina Griesbach, Stefanie Faak
11.11.2020 (Mi) 11-14:00   M5: MBG Wie mache ich: Dienstvereinbarungen? Christiane Petersen
  15-18:00   M5: MBG Wie mache ich: Dienstvereinbarungen? Tamara Reichmann Niemann
12.11.2020 (Do)   11-14:00 M6: MBG Wie mach ich: Initiativanträge? Tamara Reichmann Niemann
  15-18:00   M1: Mitbestimmungsrechte der PR bei Digitalisierungsvorhaben Katja Coordes
19.11.2020 (Do)   11-14:00 M3: Aufgaben der PR bei AUG und Infektionsschutz Christian Steenbuck
26.11.2020 (Do) 15-18:00   M3: Aufgaben der PR bei AUG und Infektionsschutz Christian Steenbuck

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November 6th, 2020 by GEW

Elternvertreter:innen  und -initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet wenden sich in einer Online Petition an die Bundeskanzlerin, die Bundesbildungsministerin und die Kultusminister:innen der Länder, um zu erreichen, dass die erforderlichen finanziellen und organisatorischen Mittel für die Landesregierungen bereit gestellt, um die Beschulung in der SARS-CoV-2-Pandemie unter Gesichtspunkten des Gesundheitsschutzes durchführen zu können. In vielen Punkten werden dort Positionen aufgegriffen, die auch die GEW vertritt. Wer diese Initiative unterstützen möchte, findet die Online Petition BILDUNGSGERECHTIGKEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ IN DER PANDEMIE unter: https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

06.11.20 gew se/cl

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November 2nd, 2020 by GEW

Die Corona-Absurditäten bleiben uns auch im Lockdown light erhalten. Für alle Bereiche des öffentlichen und des privaten Lebens ist vorgeschrieben: nur noch maximal 10 Personen aus maximal zwei Haushalten dürfen sich treffen.

In den Schulen des Landes SH gilt all dies nicht! In Klassenräumen mit durchschnittlich 50 qm Grundfläche treffen sich die Lehrkräfte täglich mit bis zu 32 Schülerinnen und Schüler aus dementsprechend vielen Haushalten, ohne dass die Abstandsregeln adäquat umgesetzt werden können, vom regelmäßigen Stoßlüften ganz zu schweigen. Dies scheitert nämlich viel zu häufig schon an den Fenstern der Unterrichtsräume, die wenn überhaupt nur ein Kipplüften ermöglichen. Auch eigentlich selbstverständliche und sinnvolle Plexiglas-Schutzwände für Schülerinnen und Schüler und für die Kolleginnen und Kollegen sind in den Schulen die Ausnahme, von Luftreinigungsgeräten in den schulischen Räumen ganz zu schweigen. Die dafür notwendige Investition von zwei- bis dreihundert Euro pro Klassenraum sind „natürlich nicht finanzierbar“.  Die Kosten für die deutschlandweite Ausstattung aller Klassenräume  mit solchen Geräten werden auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt, was für die deutschen Produzenten dieser Geräte eine ordentliche Konjunkturspritze bedeuten würde.

Im Vergleich zu den erforderlichen Investitionen für den Gesundheitsschutz an den deutschen Schulen ein paar Zahlen: die Lufthansa z.B. erhält neun Mrd. € Corona Subventionen und entlässt dafür ein paar Tausend ihrer MitarbeiterInnen. Etwa 44 Milliarden Euro werden Deutschlands Unternehmen wie z.B. BASF, Daimer, VW usw. auch in diesem Corona Jahr an Dividenden an Aktionäre ausschütten (Quelle: Handelsblatt). Gleichzeitig schicken die selben Unternehmen ihre MitarbeiterInnen während der Coronakrise in die Kurzarbeit – all diese Unternehmen kassieren Corona Hilfsgelder und  lassen sich zusätzlich auch noch ihre Arbeitskräfte von den SteuerzahlerInnen bezahlen  Kein Wunder, dass für die Schulen und den Schutz der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte kein Geld mehr vorhanden ist!

All das könnte einen an der Bedeutung der Schulen in unserer Gesellschaft zweifeln lassen. Aber glücklicherweise wissen wir ja dank unserer Bildungsminsterin Prien und ihrer Betriebsärztin Peinecke zumindest, dass Schleswig-Holsteins Lehrerinnen und Lehrer unabhängig von jeglicher Art von Vorerkrankung per se immun gegen die Ansteckung mit  Covid 19 sind, dass infizierte Kinder sowieso nur sehr selten sind, und dass durch das geniale „Jahrgangskohortensystem“ auch Hunderte von potentiellen Infektionsketten ohne Probleme beherrschbar sind.

Tröstlich? ist, dass die Situation nicht nur bei uns im SH Lande so ist. Auch im Rest der Republik herrschen anscheinend ähnliche Verhältnisse an den Schulen. Der GEW Kollege Fabian Kohl aus Bayern beschreibt das in seinem Beitrag „Fehlt nur noch, dass das Kultusministerium jeder Lehrkraft täglich einen Apfel spendiert“ sehr anschaulich und wird durch viele Leserkommentare bestätigt.

                                                                                                             cm. gew-se / Gerd Cl.

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