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Die GEW Schleswig-Holstein bietet am 02.12.2020 und am 09.12.2020 von 09-15:00 Uhr jeweils eine Online-Grundlagenschulung für Personalräte an. Diese richtet sich speziell an neu gewählte Personalräte. Folgende Inhalte sind vorgesehen:
1. Grundlagen der Mitbestimmung
2. Mitbestimmung und Personalratsarbeit in Corona-Zeiten
3. Fallbeispiele
4. Aktuelles und Frage
Anmeldungen sind bis zum 27.11. möglich unter info@gew-sh.de.
Weitere Informationen zu den Personalratsschulungen der GEW SH finden sich unter: https://www.gew-sh.de/personalrat/events/list/
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Es geht so weiter!
Aktuell 16.11.20, 19:30Uhr: Die schon vorher von der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Prien mantrahaft wiederholte Parole in Covid-19 Zeiten hat der „Präsenzunterricht eine hohe politische Priorität“ (… aber kosten darf er nichts…*) wird von den Landesfürst:innen auf Bundesebene durchgesetzt!
Anders als im eigentlichen Vorschlag des Bundes, der weitergehende Maßnahmen an den Schulen enthalten hatte, verschwindet der Punkt Schulen im jetzt vorliegendem Länderpapier fast aus dem Entwurf. War ursprünglich unter anderem noch die Forderung nach einer Maskenpflicht für alle Schüler:innen und Lehrkräfte im Unterricht und auf dem Schulgelände enthalten und die Halbierung der Klassengrößen mit der Möglichkeit von Hybridunterricht, heißt es in der Länderfassung nur noch, dass die Offenhaltung von Schulen und Betreuungseinrichtungen im Präsenzunterricht „eine hohe politische Priorität“ habe. Dies betonte auch Ministerpräsident Günther am Abend im Landeshaus.
Zuvor hatte der Bund sein Papier schon entschärft. Danach sollten die Länder nur noch bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Aber auch dazu steht im Länderpapier nichts mehr. (Infos nach: NDR.de Nachrichten 16.11.20)
Während alle Bürger:innen angehalten werden, öffentliche Verkehrsmittel möglichst zu meiden und außerdem für alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens Kontaktbeschränkungen, übrigens auch für Kinder und Jugendlichen, „auf einen festen weiteren Haushalt“ empfohlen werden, gilt all dies an den Schulen und Kitas des Landes nicht. Hier heißt die Ansage an die Kinder, die Schüler:innen, Erzieher:innen und Lehrkräfte weiterhin: ohne einhaltbare Abstandsregeln, ohne Schutzmaßnahmen, in vollen Klassenzimmern und überfüllten Schulbussen „Augen zu und mit Vollgas durch …rein in die Covid-19 Pandemie“.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, passt bitte auf euch auf und bleibt gesund!
cmt GerdCL.
GEW KV Segeberg
*Anm. der Redaktion
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Ganz Deutschland leidet unter dem exponentiellen Anstieg der Covid-19 Infektionen und sucht nach Lösungen, um die Ansteckungsgefahren zu minimieren und zumindest auch einen halbwegs geregelten Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Nur aus Sicht aus der Landesregierung in Kiel stellt sich das Problem anscheinend nicht. Für Bildungsministerin Prien ist das alles eine nur „aufgeregte Diskussion“. Schleswig-Holstein habe das zweitniedrigste Infektionsgeschehen im Bund, sagt Prien. „Es gibt keine Veranlassung, unser Konzept grundsätzlich zu überdenken.“ (zitiert nach Hamburger Abendblatt vom 12.Nov.)
Hinter den Mauern des Landeshauses an der Förde mag das so geglaubt werden. Betrachtet man jedoch die Realität z.B. im Süden des Flächenlands Schleswig-Holstein, so erkennt man, dass die Aussage Schleswig-Holstein habe das zweitniedrigste Infektionsgeschehen aller Bundeländer sehr zu relativieren ist. In allen Südkreisen liegt der Zuwachs der Covid-19 Infektionen schon seit mehreren Wochen deutlich über dem vom RKI festgelegten Problemwert 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Dort haben wir einen starken Anstieg der Covid-19 Erkrankungen auch an den Schulen. Die Nähe zum Corona-Hotspot Hamburg, wo die Infektionen im schulischen Umfeld bereits etwa ein Drittel aller Ansteckungen mit Covid-19 ausmachen, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Eigentlich war vorgesehen, dass bei einer deutlichen Verschärfung des Infektionsgeschehens auch an den Schulen des Landes erweiterte Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 umgesetzt werden sollten, doch dafür besteht aus Priens Sicht keine Notwendigkeit mehr. Bei uns im Land reicht eine Maskenpflicht, alles andere scheint „nicht sinnvoll“ oder zu teuer zu sein. Die Abstandspflicht in den Unterrichtsräumen ist ebenso aufgehoben, wie in vielen Schulen defacto auch die Vorgabe regelmäßig zu lüften, da diese oft gar nicht umsetzbar ist. An Luftreinigungsgeräte oder an Trennwände aus Plexiglas für Lehrer:innen und Schüler:innen ist nicht zu denken, zu teuer! Priens Zaubermittel, das „Kohortensystem“, das angeblich die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten unter den Schüler:innen ermöglichen soll, scheitert nicht zuletzt an der Überlastung der Gesundheitsämter aufgrund hoher Infektionszahlen. „Kohorten“ von Klassen- bis Jahrgangsgröße mit mehr als hundert Schüler:innen und einem Mehrfachen an Bezugspersonen außerhalb der Schulen sind in dieser Infektionssituation eben nicht kontrollierbar. Die Ansteckungsgefahr auf den Schulwegen und besonders in den überfüllten Schulbussen wird weggeschwiegen. Eine Verkleinerung der Lerngruppen und ein Übergang zu Kombination von Präsenz- und Onlineunterricht, die die dargestellte Problematik verringern würden, sind auch „nicht sinnvoll“.
Natürlich ist all das nicht nur ein Kieler Problem, sondern auch die Schulträger nehmen die Situation an den Schulen nicht ernst oder scheuen hohe Ausgaben. Da werden in Norderstedt dann einmalig z.B. 50 Einmal-Schutzmasken! an eine Schule mit 75 Lehrer:innen geschickt. Denkt da eigentlich jemand nach? Oder es wird in Kaltenkirchen statt Luftreinigern die Anschaffung von CO2-Messgeräten empfohlen, die seien billiger! Vielleicht sollte man diesen Entscheidern einmal erläutern, dass CO2 und Covid-19 zwar beide mit C und O beginnen, aber das bedeutet nicht, dass Covid-19 und CO2 dasselbe sind. Zwischen einer messbaren CO2 Konzentration und einer hohen Virenkonzentration in der Raumluft besteht nun mal ein eklatanter Unterschied.
In den Landesverwaltungen in Kiel und in vielen Rathäusern des Landes werden die dort Beschäftigten z.B. durch eine drastische Einschränkung des Publikumsverkehrs geschützt, zu Recht! Überall, wo es möglich ist, gehen die Beschäftigten ins Homeoffice. Aber warum gelten sinnvolle Schutzmaßnahmen gerade für die größte Gruppe der Landesbeschäftigten, die Lehrkräfte an den Schulen, eigentlich nicht? Gibt es in der Pandemie Landesbedienstete erster und zweiter (oder dritter) Klasse? Auch die Nichtanerkennung ärztlicher Atteste von Lehrkräften mit teilweise schwersten Vorerkrankungen wurde noch im Frühsommer vom Bildungsminsterium pauschal mit dem Argument eines geringen Infektionsgeschehens in Schleswig-Holstein begründet. Eine erneute Überprüfung ist in Kiel kein Thema, obwohl sich die Situation grundlegend verändert hat.
All das ist keine „aufgeregte Diskussion“! Nein, es gibt genug Gründe, dass Frau Prien sofort das Pandemiekonzept für den Schulbereich des Landes Schleswig-Holstein nicht nur überdenken muss, sondern die Landesregierung muss jetzt handeln. Unsere Gewerkschaft hat vor einiger Zeit mit der Parole „Gute Arbeit kostet Geld“ demonstriert, wir müssen jetzt ergänzen „Gute Schule und gesunde Schüler:innen und Lehrkräfte kosten auch Geld und sie sind es wert!“.
Nachtrag: In einem großen Staat auf der anderen Seite des Atlantiks ist gerade ein Präsident wegen seines Versagens in der Coronakrise abgewählt worden. Er hatte die Gefahren der Pandemie bewusst heruntergespielt, sein Volk getäuscht und sinnvolle Schutzmaßnahmen in Frage gestellt. Er hat in dieser Frage außer durch Presseerklärungen, Drohgebärden und Twittermeldungen durch Untätigkeit geglänzt.
Cm: GerdCL.
GEW KV Segeberg
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
da ja zurzeit keine GEW-Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit durchgeführt werden können, hat sich der Segeberger GEW-Kreisvorstand überlegt, euch Vertrauensleute zu einer Videokonferenz per Zoom einzuladen.
Das wollen wir am Donnerstag, 3.12.20 von 17:00 bis 18:00 Uhr machen.
Inhaltlich soll es vor allem um eure derzeitige Situation und die Arbeitsbedingungen an eurer Schule gehen. Und wir vom Kreisvorstand können euch Infos über GEW-Aktivitäten auf Landesebene geben.
Wenn ihr konkrete Anliegen/Fragen/Wünsche habt, lasst es mich gern vorher wissen; dann bereiten wir uns schon mal darauf vor.
Ich hoffe, viele von euch können mitmachen!
Bitte meldet euch dann per Mail (duggen@gew-sh.de) bei mir an und dann bekommt ihr vor der Sitzung die entsprechenden Zugangsdaten für die Videokonferenz.
Gruß,
Sabine
(für den GEW Kreisvorstand)
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Folgende Module bietet die GEW-SH im November an:
Die Schulungen können unabhängig voneinander gebucht werden, dh. sie bauen nicht aufeinander auf. Auch für die Teilnahme an diesen Schulungen gilt der § 37 MBG und ihr könnt euch für die entsprechende Zeit freistellen lassen.
Es gibt sowohl vormittags (von 11-14 Uhr) als auch nachmittags (von 15-18 Uhr) die Möglichkeit an einer Schulung teilzunehmen. Bitte meldet euch für digitalen Schulungen bis spätestens Freitag vor dem Schulungstermin unter info(at)gew-sh(dot)de unter Angabe des Titels und des Datums, an dem ihr an der digitalen Schulung teilnehmen wollt, an. Die Zugangsdaten werden wenige Tage vor der Schulung an die angemeldeten Teilnehmer*innen verschickt.
Termine:
| Datum | Uhrzeit | Modul/ Schulungsleiter*in |
| 09.11.2020 (Mo) | 15-18:00 | M7: MBG: Wie mache ich: Personalversammlungen unter Coronabedingungen Marina Griesbach, Stefanie Faak |
| 11.11.2020 (Mi) | 11-14:00 | M5: MBG Wie mache ich: Dienstvereinbarungen? Christiane Petersen |
| 15-18:00 | M5: MBG Wie mache ich: Dienstvereinbarungen? Tamara Reichmann Niemann | |
| 12.11.2020 (Do) | 11-14:00 | M6: MBG Wie mach ich: Initiativanträge? Tamara Reichmann Niemann |
| 15-18:00 | M1: Mitbestimmungsrechte der PR bei Digitalisierungsvorhaben Katja Coordes | |
| 19.11.2020 (Do) | 11-14:00 | M3: Aufgaben der PR bei AUG und Infektionsschutz Christian Steenbuck |
| 26.11.2020 (Do) | 15-18:00 | M3: Aufgaben der PR bei AUG und Infektionsschutz Christian Steenbuck |
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Elternvertreter:innen und -initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet wenden sich in einer Online Petition an die Bundeskanzlerin, die Bundesbildungsministerin und die Kultusminister:innen der Länder, um zu erreichen, dass die erforderlichen finanziellen und organisatorischen Mittel für die Landesregierungen bereit gestellt, um die Beschulung in der SARS-CoV-2-Pandemie unter Gesichtspunkten des Gesundheitsschutzes durchführen zu können. In vielen Punkten werden dort Positionen aufgegriffen, die auch die GEW vertritt. Wer diese Initiative unterstützen möchte, findet die Online Petition BILDUNGSGERECHTIGKEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ IN DER PANDEMIE unter: https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie
06.11.20 gew se/cl
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Die Corona-Absurditäten bleiben uns auch im Lockdown light erhalten. Für alle Bereiche des öffentlichen und des privaten Lebens ist vorgeschrieben: nur noch maximal 10 Personen aus maximal zwei Haushalten dürfen sich treffen.
In den Schulen des Landes SH gilt all dies nicht! In Klassenräumen mit durchschnittlich 50 qm Grundfläche treffen sich die Lehrkräfte täglich mit bis zu 32 Schülerinnen und Schüler aus dementsprechend vielen Haushalten, ohne dass die Abstandsregeln adäquat umgesetzt werden können, vom regelmäßigen Stoßlüften ganz zu schweigen. Dies scheitert nämlich viel zu häufig schon an den Fenstern der Unterrichtsräume, die wenn überhaupt nur ein Kipplüften ermöglichen. Auch eigentlich selbstverständliche und sinnvolle Plexiglas-Schutzwände für Schülerinnen und Schüler und für die Kolleginnen und Kollegen sind in den Schulen die Ausnahme, von Luftreinigungsgeräten in den schulischen Räumen ganz zu schweigen. Die dafür notwendige Investition von zwei- bis dreihundert Euro pro Klassenraum sind „natürlich nicht finanzierbar“. Die Kosten für die deutschlandweite Ausstattung aller Klassenräume mit solchen Geräten werden auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt, was für die deutschen Produzenten dieser Geräte eine ordentliche Konjunkturspritze bedeuten würde.
Im Vergleich zu den erforderlichen Investitionen für den Gesundheitsschutz an den deutschen Schulen ein paar Zahlen: die Lufthansa z.B. erhält neun Mrd. € Corona Subventionen und entlässt dafür ein paar Tausend ihrer MitarbeiterInnen. Etwa 44 Milliarden Euro werden Deutschlands Unternehmen wie z.B. BASF, Daimer, VW usw. auch in diesem Corona Jahr an Dividenden an Aktionäre ausschütten (Quelle: Handelsblatt). Gleichzeitig schicken die selben Unternehmen ihre MitarbeiterInnen während der Coronakrise in die Kurzarbeit – all diese Unternehmen kassieren Corona Hilfsgelder und lassen sich zusätzlich auch noch ihre Arbeitskräfte von den SteuerzahlerInnen bezahlen Kein Wunder, dass für die Schulen und den Schutz der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte kein Geld mehr vorhanden ist!
All das könnte einen an der Bedeutung der Schulen in unserer Gesellschaft zweifeln lassen. Aber glücklicherweise wissen wir ja dank unserer Bildungsminsterin Prien und ihrer Betriebsärztin Peinecke zumindest, dass Schleswig-Holsteins Lehrerinnen und Lehrer unabhängig von jeglicher Art von Vorerkrankung per se immun gegen die Ansteckung mit Covid 19 sind, dass infizierte Kinder sowieso nur sehr selten sind, und dass durch das geniale „Jahrgangskohortensystem“ auch Hunderte von potentiellen Infektionsketten ohne Probleme beherrschbar sind.
Tröstlich? ist, dass die Situation nicht nur bei uns im SH Lande so ist. Auch im Rest der Republik herrschen anscheinend ähnliche Verhältnisse an den Schulen. Der GEW Kollege Fabian Kohl aus Bayern beschreibt das in seinem Beitrag „Fehlt nur noch, dass das Kultusministerium jeder Lehrkraft täglich einen Apfel spendiert“ sehr anschaulich und wird durch viele Leserkommentare bestätigt.
cm. gew-se / Gerd Cl.
Nutzt doch die Kommentarfunktion auf dieser Seite, um über Eure Erfahrungen während der zweiten Covid-19 Welle an den Schulen zu berichten!
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Bei der Wahl des Bezirkspersonalrats im Mai 2019: ALLE STIMMEN FÜR LISTE 2 – GEW
https://www.gew-sh.de/personalrat/personalratswahlen-2019/
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Zu diesem Themenbereich hat der GEW-Kreisverband Segeberg nach Norderstedt eingeladen und über 60 Personen sind gekommen. Das Thema scheint auf großes Interesse zu stoßen.
Durchgeführt haben die Veranstaltung Matthias Heidn und Christian Steenbuck. Sie wiesen gleich zu Beginn darauf hin, dass sie keine Rechtsberatung machen, sondern Informationen über die Rechtslage und Gerichtsentscheidungen zu diversen Sachverhalten lieferten und dies anhand von Beispielen aus dem schulischen Alltag anschaulich machten.
Inhaltlich ging es u.a. um das Ein- oder Aussperren von Schülern, den Toilettengang, die Intervention bei körperlichem Einsatz, das Nachsitzen, die Strafarbeit oder ob man die Klasse zuschließen darf, um die Schüler nicht rausgehen zu lassen. Es ging auch um den Umgang mit Smartphones in verschiedenen Kontexten, das Züchtigen von Schülern und entwürdigende Handlungsweisen.
Da es immer Einzelfallentscheidungen sind, die die Gerichte treffen, kann man sich nur am allgemein gültigen Rechtsrahmen orientieren. Also: Persönlichkeitsrecht, Menschenwürde, Menschenrechte, Recht auf gewaltfreie Erziehung und körperliche Unversehrtheit bilden den Rechtsrahmen. Und an Gesetzen sind besonders zu beachten: das Grundgesetz, das Bürgerliche Gesetzbuch, das Strafrecht, das Schulgesetz und auch die UN Menschenrechtscharta.
Klare Aussagen konnten die Referenten zu einigen „No-goes“ machen: Toilettengang verhindern, Züchtigung, entwürdigende Maßnahmen, Kollektivstrafen, Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte. Ansonsten gilt immer der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
Es wurden Empfehlungen diskutiert, die den Lehrkräften – und auch den Schülerinnen und Schülern – mehr Handlungssicherheit bringen können: Die Schulen sollen Konzepte machen, Schulkonferenzbeschlüsse herbeiführen, sollen in den Klassen und auf Lehrerkonferenzen diskutieren und konsequent den §25 Schulgesetz anwenden. Über Vorfälle, bei denen Gewalt im Spiel ist, sollen die Schulleitung, die Schulaufsicht und gegebenenfalls auch die Polizei informiert werden. Unterstützung bieten u.a. KreisfachberaterInnen für Erziehungshilfe, das IQSH, die SchulsozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen. Mit einem guten Konzept und guter Präventionsarbeit können schon im Vorfeld viele Konfliktsituationen vermieden werden.
Am Ende der Veranstaltung wurde deutlich, dass wir es mit einem enorm komplexen Themenbereich zu tun haben und es keine Garantie für bestimmte Ausgänge gibt. Daher wurde herausgestellt, dass es auch aus diesem Grund wichtig ist, Mitglied der GEW zu sein und man sich jederzeit an die Landesstelle für Rechtsschutz wenden kann und dort gut beraten und juristisch begleitet wird.
Sabine Duggen, 20.3.19
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der GEW Kreisverband Segeberg lädt herzlich ein zu einer
Kinoveranstaltung zum Equal-Pay-Day
(aus organisatorischen Gründen)
am Montag, dem 25.03. 2019
um 17.30 Uhr
im Kino CinePlanet Bad Segeberg
Oldesloer Str. 34
Der Eintritt ist frei. Wir treffen uns ab 17.15 Uhr im Kino.
Es geht wieder um Frauenpower!
Wir zeigen den Film
Suffragette – Taten statt
Worte
mit Maud Watts, Meryl Streep, Helena Bonham-Parker u.a. Der Film ist von
2015 und einige von euch werden ihn schon kennen. Er spielt in England im Jahre
1919, gut 100 Jahre bevor in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt
wurde und passt auch deshalb sehr gut.
Die Frauen kämpfen für Würde und Selbstbestimmung, bessere Arbeitsbedingungen,
gerechte Bezahlung und das Wahlrecht für Frauen.
Solange Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer immer noch eine
Gehaltsstufe geringer bezahlt werden als Lehrkräfte an allen anderen Schulen,
werden wir am Equal-Pay-Day auf diese Ungerechtigkeit Aufmerksam machen.
Grundschulen haben mit über 90% immer noch den höchsten Frauenanteil an allen
Schularten.
Nach dem Film treffen wir
uns in einer Segeberger Kneipe zu einem kleinen Imbiss. Gebt bei der Anmeldung
an, ob ihr mitkommt, damit wir genügend Plätze reservieren.
Viele Grüße
Inge Dutko
Anmeldung: ingedutko@yahoo.de
Eine Reservierungsbestätigung
wird nicht verschickt, keine Rückmeldung heißt: Die Plätze sind reserviert.
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