Category: Aktionen

April 30th, 2022 by GEW

der GEW Kreisverband Segeberg lädt herzlich ein zu einer

Schulung für Personalräte an allgemeinbildenden Schulen und Förderzentren

Am Donnerstag 09. Juni 2022,

9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

VITALIA Seehotel, Am Kurpark 3,

23795 Bad Segeberg

www.vitaliaseehotel.de

 

Mitbestimmung I

Referentinnen:       Heike Bock, Anna Osmers, Mitglieder im BPR SE

Referent:                  Christian Steenbuck, Mitglied im BPR SE und HPR-L

Tagesordnung:

  • Begrüßung, allgemeine Ansagen
  • Rechte und Pflichten der Personalräte, PR Basiswissen
  • Das Stufenverfahren nach MBG
  • Was ist eigentlich BEM?
  • Anfragen der Personalräte
  • Verschiedenes

Teilnehmen können Personalräte und ErsatzvertreterInnen gemäß § 37 MBG S-H. Die Teilnahme erfolgt auf der Grundlage des Entsendungsbeschlusses des Personalrats.

ACHTUNG!: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Teilnahme ohne Anmeldung und bestätigte Rückmeldung seitens der GEW ist nicht möglich.

Im Tagungshaus sind die zum Tagungszeitpunkt gültigen Corona-Richtlinien zu beachten.

Die Tagungsgebühr beträgt 40 Euro. Da die Haushaltsmittel für Personalräte-Schulungen im Haushalt des Landes Schleswig-Holstein begrenzt sind, ist nicht davon auszugeben, dass eine Erstattung durch das Land SH als Arbeitgeber erfolgt. Die GEW übernimmt – soweit eine Erstattung nicht möglich ist – für GEW Mitglieder die Tagungsgebühr. Personalräte, die nicht Mitglied der GEW sind, entrichten die Tagungsgebühr am Veranstaltungsort.

 

Anmeldung und Entsendungsbeschluss des Personalrats möglichst per Email bis zum 21.05.2022  an:

Anna Osmers: maloone@gmx.de

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Anmeldungsformular:

Durch Beschluss des BPR bzw. ÖPR der Schule ______________________________________

vom ______________________________________

nimmt das PR-Mitglied (Name, Adresse, Email)

___________________________________________________________________________

an der Schulung am 9.6.22 im Vitalia in Bad Segeberg teil.

 

Mitglied der GEW: O ja O nein

Themenwünsche/Fragen:

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April 30th, 2022 by GEW

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April 11th, 2022 by GEW

Großes Engagement der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a der Poul-Due-Jensen-Schule in Wahlstedt! Sie wollten ein Zeichen setzen gegen den Krieg in der Ukraine und konkret Hilfe leisten. Dazu sammelten und organisierten sie gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Jannik Duggen Sachpreise von ortsansässigen Geschäften und auch der GEW Segeberg. Die 10a malte Plakate, beschriftete und faltete 1400 Lose, die an die Schülerschaft verkauft wurden – was für eine Arbeit!!!! Die Stadt Wahlstedt richtete ein Spendenkonto ein und die Klasse 10a hofft, dass in den nächsten Wochen weitere Spenden eingehen. Am letzten Schultag vor den Osterferien wurden die Preise vergeben und die 20 Hauptpreise – u.a. signierte Trikots von Finn Bartels und Holstein-Kiel-Spielern – in der Aula der PDJS ausgelost. So kamen bislang fast 2000,-€ zusammen und es kann ja noch mehr werden.

Deshalb wendet sich die 10a der PDJS hier noch einmal direkt an alle GEW-Mitglieder und die Leser*innen der Homepage mit der Bitte um Unterstützung dieser Spendensammlung:

„Wir haben uns entschieden ein Zeichen zu setzten und uns gegen den Krieg in der Ukraine auszusprechen. Dadurch haben wir die Idee gefasst eine Spendenaktion zu organisieren. Die Spenden gehen an die Organisation KORPORATSIYA MONSTRIV in Odessa, die sich in der humanitären und medizinischen Unterstützung für Kinder und ältere Menschen in der Ukraine und auf der Flucht engagiert. Wir hoffen, dass Sie, wenn möglich, einen Teil dazu beitragen.

Das Geld können Sie auf dem offiziellen Konto bei der Stadt Wahlstedt einzahlen.

Konto Daten:

Stadt Wahlstedt

Verwendungszweck: Spenden PDJS-Aktion

Sparkasse Wahlstedt: IBAN: DE 77230510300000600202

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!“

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März 31st, 2022 by GEW

Bei Förderschullehrerinnen und –lehrern ganz düster

Pressemitteilung der GEW Schleswig-Holstein
Kiel – Um den Lehrkräftemangel in Schleswig-Holstein zu kaschieren, hangelt sich das Bildungsministerium von Notmaßnahme zu Notmaßnahme. Sogar 1.400 Männer und Frauen ohne jegliche Lehramtsausbildung unterrichten zurzeit in Schleswig-Holsteins Schulen. Daneben illustriert der Einsatz von Lehrkräften ohne abgeschlossenen Vorbereitungsdienst, Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern, Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern sowie Senior-Teachers: Das Bildungsministerium bekommt den Lehrkräftemangel nicht in den Griff. Entsprechende Zahlen lassen sich in den Antworten der Landesregierung auf mehrere Kleine Anfragen des SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat nachlesen.

Aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW verschärft sich die Situation noch dadurch, dass der Lehrkräftemangel sich nicht gleichmäßig über Regionen, Schularten, Schulen und Fächer verteilt. „Es gibt Schulen, an denen ein Fünftel der Lehrkräfte ohne eine entsprechende Ausbildung unterrichtet. So produziert die Landesregierung produziert bei Kindern und Jugendlichen ungleiche Bildungschancen. Die von Bildungsministerin Karin Prien immer wieder gerühmte angebliche Unterrichtsversorgung von über 100 Prozent wird letztlich nur auf Kosten der Unterrichtsqualität erbracht“, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 28. März 2022 in Kiel. Regional seien in erster Linie die Kreise Steinburg, Dithmarschen sowie das Hamburger Umland betroffen.

Besonders düster sieht die Lage an Förderzentren und in der Inklusion aus. Landesweit sind fast acht Prozent der Stellen für Sonderpädagoginnen und –pädagogen gar nicht besetzt, zehn Prozent der Stellen mit Personen ohne die erforderliche Ausbildung. Der Blick übers Land verdeutlicht für die GEW-Landesvorsitzende das Versagen des Bildungsministeriums: „Eltern von Kindern mit Förderbedarf sollten sich ihren Wohnort ganz genau aussuchen. Denn in vielen Kreisen fallen viele Stunden schlichtweg aus oder werden nicht-fachgerecht unterrichtet.“  Im Kreis Segeberg seien 35 Prozent der Stellen für Förderschullehrkräfte nicht regulär besetzt, im Herzogtum Lauenburg  28 Prozent, in Pinneberg 26 Prozent, in Neumünster 26 Prozent, in  Dithmarschen und Steinburg 20 Prozent. „Das ist Politikversagen zu Lasten der schwächsten Schülerinnen und Schüler. Denn gerade bei ihnen liegen besondere Lern- und Hilfebedarfe vor, für die zwingend gut qualifizierte Lehrkräfte notwendig sind. Wir brauchen ausgebildete Lehrkräfte überall im Land!“

Die GEW-Landesvorsitzende plädierte dafür, Zuschläge für Lehrkräfte in Mangelregionen zu zahlen. An den Universitäten müssten außerdem mehr Studienplätze bereitgestellt werden. Dringend erforderlich seien darüber hinaus bessere Arbeitsbedingungen in den Schulen: „So, wie es ist, kann es nicht bleiben. Sonst haben immer mehr junge Leute keine Lust, den an sich schönen Beruf einer Lehrerin oder eines Lehrer zu ergreifen. Der Beruf muss wieder attraktiver werden. Eine Absenkung der Pflichtstunden ist dafür ein guter Schritt.“

Verantwortlich: Bernd Schauer, 28.03.2022

Bernd Schauer
Geschäftsführer GEW Schleswig-Holstein
Legienstr. 22 – 24 / 24103 Kiel

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März 18th, 2022 by GEW

Pressemitteilung der GEW LV Schleswig-Holstein
Kiel – Maskenpflicht und verpflichtende Tests sollen nach Willen der Bildungsgewerkschaft GEW in den Schulen zumindest bis zu den Osterferien bestehen bleiben. Die Gewerkschaft verweist in diesem Zusammenhang auf die steigenden Infektionszahlen vor allem an Grundschulen.
„Wir alle wünschen uns eine Rückkehr zur Normalität. Die steigenden infektionszahlen zwingen uns in den Schulen aber weiterhin zu großer Vorsicht“, äußerte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Donnerstag, 17. März 2022 in Kiel zur Pressekonferenz von Bildungsministerin Karin Prien.
Anders als die Bildungsministerin will sich die GEW noch nicht von den verpflichtenden Tests in den Schulen verabschieden. „Wir erhalten vor allem von vielen unserer Kolleginnen und Kollegen in den Grundschulen Rückmeldungen über zahlreiche Infektionen. Die mit den Infektionen verbundenen gesundheitlichen Belastungen sollten wir den Kindern nach Möglichkeit ersparen. Verpflichtende Tests können hierfür einen wichtigen Beitrag leisten.“
Wie es nach den Osterferien weitergehen solle, müsse im Lichte des Infektionsgeschehens entschieden werden, sagte die Gewerkschafterin. Voraussetzung für den Verzicht auf Tests und Maskenpflicht sei ist aus Sicht der GEW eine Abnahme der Corona-Infektionen.
In den Kitas stellt sich für die GEW-Landesvorsitzende die Situation noch problematischer da. Astrid Henke: „Die Ansteckungsgefahr unter den Kindern ist ausgesprochen groß. Kleine Kinder können keine Maske tragen. Kindgerechte, funktionierende Tests gibt es anscheinend nicht. Insofern sollten sich Eltern weiterhin regelmäßig testen. In Fällen von Infektionen müssen die Kitas schnell reagieren können: also Gruppen verkleinern oder sogar schließen.“

 

Bernd Schauer
Geschäftsführer
GEW Schleswig-Holstein
Legienstr. 22 - 24
24103 Kiel
Tel.   0431-5195-155
Mobil 0175-2622987

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März 17th, 2022 by GEW

Seit 2017 lädt der KV Segeberg seine Mitglieder am Weltfrauentag oder am Equal Pay Day ins  Segeberger Kino ein. Anlass war zunächst die ungerechte Besoldung der Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und  Gemeinschaftsschulen und unser gemeinsamer gewerkschaftlicher Einsatz für A13. Wir beschlossen den Kinotag fortzusetzen, denn der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt zur Zeit 18 %, Frauen arbeiten 66 Tage umsonst, in diesem Jahr vom 1.Januar bis zu zum 7. März, dem diesjährigen EPD. Frauen besorgen 52 % der unbezahlten Sorgearbeit. In Pflege- und Erzieherberufen arbeiten überwiegend Frauen,  ebenso im Einzelhandel. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig diese Berufe sind.

Der Kampf für Geschlechtergerechtigkeit, für gleiche Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für alle muss also weitergehen.

Deshalb wählten wir Filme zum Thema Frauenpower in unterschiedlichen Bereichen. Zweimal musste der Kinoabend coronabedingt ausfallen. Jetzt trafen sich wieder ungefähr 30 GEW-Mitglieder, um den Film „Die Unbeugsamen“ zu sehen. Der Film schildert die Geschichte der Frauen in der Bonner Politik bis zur Wiedervereinigung.  Politikerinnen von damals erinnern sich,  wie sie mit Mut und Geduld ihren Weg gegen Vorurteile und Diskriminierung verfolgten.

Alle waren vom Film begeistert, auch die Männer. Leider waren nur einige jüngere Kolleginnen gekommen, dies zeigt, wie schwierig es immer noch ist, zwischen Familie und  Arbeitswelt Zeit  zu finden für einen Kinoabend mitten in der Woche. In vielen Ländern ist der Weltfrauentag ein Feiertag, in Deutschland nur in Berlin!

Nach dem Film und anschließend in einer Segeberger Gastwirtschaft,  spendeten die Kinobesucher spontan 155 € für die Menschen in der Ukraine.

Für den GEW KV Segeberg

Inge Dutko

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März 10th, 2022 by GEW

Wo: Hamburg, Jungfernstieg/ Ballindamm

Wann: Sonntag, 13. März 13 Uhr

Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis rufen wir für Sonntag, den 13. März, 13 Uhr am Jungfernstieg, zu einer Kundgebung gegen den Angriffskrieg der russischen Regierung und für Frieden in der Ukraine auf.

Vor fast zwei Wochen hat der russische Präsident Putin einen Krieg gegen die Ukraine gestartet und damit in dramatischer Weise die Souveränität der Ukraine und das Völkerrecht verletzt. Wir verurteilen den Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine auf das Schärfste. Wir sind solidarisch mit den Menschen in der Ukraine, die unter dem Konflikt leiden und deren Leben jetzt bedroht ist. Wir rufen die Europäische Union dazu auf, auch weiterhin Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen und ihnen unbürokratische Hilfe zur Verfügung zu stellen. Dies muss für alle Geflüchteten aus dem Kriegsgebiet gelten, unabhängig von der Nationalität. Wir sind darüber hinaus solidarisch mit den Menschen, die in Russland für Frieden demonstrieren und dafür verhaftet werden.

Wir fordern die russische Regierung auf, unverzüglich alle Angriffe einzustellen, sich aus der Ukraine zurückzuziehen und deren territoriale Integrität wieder herzustellen. Russland provoziert mit der Eröffnung dieses Angriffskrieges sehenden Auges eine weitere Eskalation militärischer Gewalt, die jederzeit völlig außer Kontrolle geraten kann.

Wir streiten gemeinsam für ein Europa des Vertrauens in gegenseitiger Abrüstung, in Entspannung und Verständigung. Wir brauchen dringend eine europäische Friedensordnung, in der Grenzen nicht gewaltsam verschoben werden und die Sicherheit von allen geachtet wird. Wir sind besorgt, dass die russische Eskalation zu einer Gewaltspirale führen kann. Deswegen appellieren wir an alle, besonnen vorzugehen und zuerst auf Verständigung zu setzen.

Sei dabei! Sag deinem Freundeskreis, Bekannten, deiner Familie und allen in deinem Umfeld Bescheid! In Solidarität miteinander halten wir die Corona-Hygieneregeln ein und bitten mit Maske an der Kundgebung teilzunehmen.

DGB Nord

 

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März 9th, 2022 by GEW

Pressemitteilung der GEW-SH: 

KMK will jetzt neue Zahlen präsentieren

Lübeck – Am 10. und 11. März 2022 treffen sich in Lübeck die Bildungsministerinnen und –minister zur Kultusministerkonferenz (KMK). Auf der Tagesordnung steht auch ein Punkt, den die KMK nach Auffassung der Bildungsgewerkschaft GEW „jahrelang verschlafen“ hat: Lehrkräfteeinstellungsbedarf und -angebot. Für die GEW ist klar: Der Lehrkräftemangel kommt nicht. Er ist schon da. Er wird noch schlimmer als erwartet.
Lehrerinnen und Lehrer fehlen überall in Deutschland. Einen Großteil der Verantwortung dafür sieht die schleswig-holsteinische GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke bei der KMK. Sie sagte am Mittwoch, 9. März 2022 in Kiel: „Die KMK hat über Jahre hinweg alle Warnungen vor einem Lehrkräftemangel in den Wind geschlagen. Sie gab sich mit ihren eigenen falschen Zahlen zufrieden. Noch vor vier Jahren mussten wir uns von der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien den Vorwurf der Panikmache anhören, weil wir auf den Lehrkräftemangel in Schleswig-Holstein, vor allem an Grundschulen und Förderzentren, aufmerksam gemacht haben. Heute und in den kommenden Jahren müssen das nun die Kinder und Lehrkräfte ausbaden.“
Um das Problem wenigstens jetzt mit Nachdruck anzugehen, erwartet die GEW-Landesvorsitzende von der KMK bessere Arbeitsbedingungen in den Schulen: „Damit junge Leute Lust haben, als Lehrerin oder Lehrer zu arbeiten, muss der Beruf attraktiver werden. Eine Absenkung der Pflichtstunden ist dafür ein ganz wichtiger Faktor.“ An den Universitäten müssten außerdem mehr Studienplätze bereitgestellt werden.
Dass andere Bundesländer noch viel schlechter als Schleswig-Holstein dastehen, tröstet die GEW-Landesvorsitzende nicht. Astrid Henke: „An Förderzentren fehlen bei uns rund zehn Prozent ausgebildete Lehrkräfte. An Grundschulen werden immer mehr nicht-ausgebildete oder nicht-vollständig-ausgebildete Menschen als Dauervertretung eingesetzt. Auch an Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Beruflichen Schulen fehlen ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer.“
Da sich der Lehrkräftemangel nicht gleichmäßig über Regionen, Schularten und Fächer verteile, sei die Situation auch in Schleswig-Holstein vielerorts besorgniserregend. Vor allem die Kreise Steinburg und Dithmarschen sowie das Hamburger Umland seien betroffen. „Von gleichen Bildungschancen für Kinder und Jugendliche kann kaum noch die Rede sein, wenn an einer Schule ein Fünftel der Lehrkräfte nicht ausgebildet ist oder Unterricht ausfallen muss, während es in anderen Teilen des Landes relativ problemlos läuft.“ Die GEW-Landesvorsitzende plädierte deshalb dafür, Zuschläge für Lehrkräfte in Mangelregionen zu zahlen.
Von heute auf morgen ändern, ließe sich das „vom Bildungsministerium selbst gemachte Problem“ der nur schwer durchlässigen Lehrerlaufbahnen. „Lehrkräften werden gewaltige Steine in den Weg gelegt, wenn sie  beispielsweise als ausgebildete Gymnasiallehrkräfte an eine Grundschule wechseln  wollen. Oder sie haben finanzielle Nachteile, wenn sie ihre Ausbildung an einer Gemeinschaftsschule ohne Oberstufe abschließen wollen, obwohl sie dort dringend gebraucht werden“, kritisierte Astrid Henke.

Hintergrund:
Der renommierte Essener Bildungsforscher Professor Dr. Klaus Klemm hält die bisherigen Prognosen der Kultusministerkonferenz für unseriös. Nach seinen Berechnungen werden im Jahr 2025 an den Schulen 45.000 Lehrkräfte fehlen.  Das sind mehr als doppelt so viele, wie von der KMK bisher prognostiziert wurde. Im Jahr 2030 erwartet der Bildungsforscher Klemm gar eine Lücke in den Lehrerzimmern von 81 000 Personen, fast sechs Mal so groß wie von den Kultusministerien vorhergesagt. Unberücksichtigt bleiben dabei noch die sinkende Zahl der Schulabsolventinnen und –absolventen sowie bildungspolitische Maßnahmen wie der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, Lehrkräfte für Inklusion sowie Schulen mit besonderen Herausforderungen. Zu der Lücke von 81 000 fehlenden Lehrern bis 2030 kommen in seiner Prognose also noch insgesamt 75 000 Personen hinzu.

09.03.2022

Verantwortlich: Bernd Schauer

Geschäftsführer GEW Schleswig-Holstein

Legienstr. 22 - 24, 24103 Kiel

Tel.   0431-5195-155 Mobil 0175-2622987

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März 8th, 2022 by GEW

Pressemitteilung GEW-SH:

Ringen um handfeste Wertschätzung –
Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst im Warnstreik

Kiel – In Schleswig-Holstein haben heute (08.03.2022) mehrere hundert Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst die Arbeit niedergelegt. Zu den Warnstreiks hatten die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Bildungsgewerkschaft GEW aufgerufen. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen, finanzielle Aufwertung und mehr Zeit für Qualität in der Arbeit. Betroffen waren von den Warnstreiks vor allem die Landeshauptstadt Kiel, aber auch Lübeck, Norderstedt und Neumünster.

Bevor sich der Demonstrationszug von streikenden Beschäftigten durch die Kieler Innenstadt in Bewegung setzte, sagte die GEW-Landesvorsitzende: „Der Weltfrauentag als Datum für die heutigen Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst ist gut gewählt. Schließlich sind 83 Prozent der dort Beschäftigten Frauen, im Erzieherinnenberuf sogar 94 Prozent. Mangelnde Wertschätzung sowie unzureichende Bezahlung sind wahrhaftig kein Zufall, sondern immer noch ein Beispiel für Geschlechterdiskriminierung.“

Die Arbeit von Frauen dürfe nicht länger schlechter bezahlt werden. Diese Tarifrunde müsse einen weiteren Schritt zur Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsleben bringen, machte sich Astrid Henke für eine Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst stark. Eine Aufwertung sei jedoch nicht durch schöne Worte zu erreichen. Sie müsse sich vielmehr durch eine verbesserte Eingruppierung im Gehalt niederschlagen. Das hätten die Beschäftigten nicht zuletzt wegen ihrer hohen Belastungen durch Corona mehr als verdient.

Die GEW-Landesvorsitzende bedauerte die Kompromisslosigkeit der kommunalen Arbeitgeber. „Statt ein Angebot vorzulegen, schalten sie auf stur. Wegen der Belastungen von Kindern und Eltern durch die Corona-Pandemie hätten wir gerne auf die heutigen Warnstreiks verzichtet. Die Haltung der Arbeitgeber lässt uns aber keine andere Wahl.“

Der kommunale Sozial- und Erziehungsdienst umfasst Beschäftigte in Kindertagesstätten, Jugendämtern, in der Schulsozialarbeit, in Schulen und sozialen Einrichtungen. Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 25. Februar 2022 mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Weiterentwicklung der Sonderregelungen und der Tätigkeitsmerkmale für den Sozial- und Erziehungsdienst im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). In der ersten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.

08.03.2022

Verantwortlich:
Bernd Schauer, Geschäftsführer GEW Schleswig-Holstein
Legienstr. 22 – 24,  24103 Kiel
Tel.   0431-5195-155 / Mobil 0175-2622987

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März 7th, 2022 by GEW

Arbeitgeber mauern –
GEW ruft zu Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst auf

Kiel – Von Entgegenkommen keine Spur – die kommunalen Arbeitgeber mauern in der Tarifrunde für Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Es geht um bessere Arbeitsbedingungen, finanzielle Aufwertung bei der Eingruppierung  und um mehr Zeit für Qualität in der pädagogischen Arbeit. Doch die Arbeitgeber bewegen sich kein Stück. Aus Sicht der Gewerkschaften ver.di und GEW haben sie so die Chance auf eine schnelle Einigung verspielt. Deshalb  rufen die beiden Gewerkschaften die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst am Dienstag, 8. März 2022 zum Warnstreik auf. Schwerpunkt ist die Landeshauptstadt Kiel. Aber auch in Lübeck, Norderstedt und Neumünster werden die Beschäftigten die Arbeit niederlegen.

Gemeinsam mit ver.di fordert die GEW von den Arbeitgebern (in erster Linie) eine verbesserte Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. „Lobende Worte haben die Beschäftigten schon genug gehört. Echte Anerkennung und Wertschätzung muss sich auch im Portemonnaie auszahlen. Da die Kommunen dazu bisher nicht bereit sind, müssen wir ihnen mit Warnstreiks auf die Sprünge helfen“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag, 7. März 2022 in Kiel. Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen macht sich die GEW für die Festlegung von Vor- und Nachbereitungszeiten in der pädagogischen Arbeit stark.

Gerne hätten die Gewerkschaften wegen der Belastungen von Kindern und Eltern durch die Corona-Pandemie auf Warnstreiks verzichtet, so Astrid Henke. „Die Haltung der Arbeitgeber lässt uns aber keine Wahl, als zum Warnstreik aufzurufen. Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sind am Limit. Sie erwarten zu Recht ein deutliches Signal der Wertschätzung. Schließlich ist ihr beruflicher Alltag durch eine schwierige Arbeitssituation, einen hohen Krankenstand sowie fehlenden Fachkräfte geprägt.

Der kommunale Sozial- und Erziehungsdienst umfasst die Beschäftigten in Kindertagesstätten, Jugendämtern, in der Schulsozialarbeit, in Schulen und anderen sozialen Einrichtungen. Die Forderungen der Gewerkschaften beziehen sich auf: bessere Arbeitsbedingungen, finanzielle Aufwertung und mehr Zeit für Qualität in der Arbeit.

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 25. Februar 2022 mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Weiterentwicklung der Sonderregelungen und der Tätigkeitsmerkmale für den Sozial- und Erziehungsdienst im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). In der ersten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.

Verantwortlich: Bernd Schauer, 07.03.2022

Bernd Schauer, Geschäftsführer GEW Schleswig-Holstein

Legienstr. 22 – 24

24103 Kiel

Tel.   0431-5195-155
Mobil 0175-2622987

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