Zu diesem Themenbereich hat der GEW-Kreisverband Segeberg nach Norderstedt eingeladen und über 60 Personen sind gekommen. Das Thema scheint auf großes Interesse zu stoßen.
Durchgeführt haben die Veranstaltung Matthias Heidn und
Christian Steenbuck. Sie wiesen gleich zu Beginn darauf hin, dass sie keine
Rechtsberatung machen, sondern Informationen über
die Rechtslage und Gerichtsentscheidungen zu diversen Sachverhalten lieferten
und dies anhand von Beispielen aus dem schulischen Alltag anschaulich machten.
Inhaltlich ging es u.a. um das
Ein- oder Aussperren von Schülern,
den Toilettengang, die Intervention bei körperlichem
Einsatz, das Nachsitzen, die Strafarbeit oder ob man die Klasse zuschließen darf, um die Schüler nicht rausgehen zu
lassen. Es ging auch um den Umgang mit Smartphones in verschiedenen Kontexten,
das Züchtigen von Schülern und entwürdigende Handlungsweisen.
Da es immer
Einzelfallentscheidungen sind, die die Gerichte treffen, kann man sich nur am
allgemein gültigen
Rechtsrahmen orientieren. Also: Persönlichkeitsrecht,
Menschenwürde,
Menschenrechte, Recht auf gewaltfreie Erziehung und körperliche Unversehrtheit bilden den
Rechtsrahmen. Und an Gesetzen sind besonders zu beachten: das Grundgesetz, das
Bürgerliche
Gesetzbuch, das Strafrecht, das Schulgesetz und auch die UN
Menschenrechtscharta.
Klare Aussagen konnten die
Referenten zu einigen „No-goes“ machen: Toilettengang
verhindern, Züchtigung,
entwürdigende Maßnahmen, Kollektivstrafen,
Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte.
Ansonsten gilt immer der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
Es wurden Empfehlungen
diskutiert, die den Lehrkräften
– und auch den Schülerinnen und Schülern – mehr
Handlungssicherheit bringen können:
Die Schulen sollen Konzepte machen, Schulkonferenzbeschlüsse herbeiführen,
sollen in den Klassen und auf Lehrerkonferenzen diskutieren und konsequent den §25 Schulgesetz anwenden. Über Vorfälle, bei denen Gewalt im
Spiel ist, sollen die Schulleitung, die Schulaufsicht und gegebenenfalls auch
die Polizei informiert werden. Unterstützung
bieten u.a. KreisfachberaterInnen für
Erziehungshilfe, das IQSH, die SchulsozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen.
Mit einem guten Konzept und guter Präventionsarbeit
können schon im
Vorfeld viele Konfliktsituationen vermieden werden.
Am Ende der Veranstaltung wurde
deutlich, dass wir es mit einem enorm komplexen Themenbereich zu tun haben und
es keine Garantie für
bestimmte Ausgänge
gibt. Daher wurde herausgestellt, dass es auch aus diesem Grund wichtig ist,
Mitglied der GEW zu sein und man sich jederzeit an die Landesstelle für Rechtsschutz wenden kann
und dort gut beraten und juristisch begleitet wird.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, der GEW Kreisverband Segeberg lädt herzlich ein zu einer
Kinoveranstaltung zum Equal-Pay-Day
(aus organisatorischen Gründen) am Montag, dem 25.03. 2019 um 17.30 Uhr im Kino CinePlanet Bad Segeberg Oldesloer Str. 34
Der Eintritt ist frei. Wir treffen uns ab 17.15 Uhr im Kino. Es geht wieder um Frauenpower!
Wir zeigen den Film
Suffragette – Taten statt Worte
mit Maud Watts, Meryl Streep, Helena Bonham-Parker u.a. Der Film ist von 2015 und einige von euch werden ihn schon kennen. Er spielt in England im Jahre 1919, gut 100 Jahre bevor in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde und passt auch deshalb sehr gut. Die Frauen kämpfen für Würde und Selbstbestimmung, bessere Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung und das Wahlrecht für Frauen.
Solange Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer immer noch eine Gehaltsstufe geringer bezahlt werden als Lehrkräfte an allen anderen Schulen, werden wir am Equal-Pay-Day auf diese Ungerechtigkeit Aufmerksam machen. Grundschulen haben mit über 90% immer noch den höchsten Frauenanteil an allen Schularten.
Nach dem Film treffen wir uns in einer Segeberger Kneipe zu einem kleinen Imbiss. Gebt bei der Anmeldung an, ob ihr mitkommt, damit wir genügend Plätze reservieren.
Viele Grüße Inge Dutko
Anmeldung: ingedutko@yahoo.de
Eine Reservierungsbestätigung wird nicht verschickt, keine Rückmeldung heißt: Die Plätze sind reserviert.
Abschluss bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienste der Länder: Insgesamt 8 Prozent – mit Verbesserungen für Lehrkräfte und Erzieherinnen
Drei Tage – so lange haben sich die bis zuletzt zähen Verhandlungen mit den Arbeitgebern hingezogen. Am Ende steht: insgesamt 8 Prozent mehr für die Beschäftigten. Für Lehrkräfte und Erzieherinnen im TV-L gibt es Besonderheiten.
„Ich tue mir gut“ – Selbstfürsorglich durch den Schulalltag/Kita-Alltag
Dienstag, 19.2.19
von 9.00 bis 16.00 Uhr und
im Hotel Tryp „Köhlerhof“ in Bad Bramstedt,Am Köhlerhof 4
Referentin: Mara Santer
und/oder eine weitere
Referentin
Selbstfürsorgliches Handeln gibt Energie und
schafft Ressourcen für anstrengende Arbeitsphasen.
„Man kann
selbst nur geben, was man hat.“
Dieser Tag soll dazu dienen, die Teilnehmenden
zu stärken und sie in Kontakt mit ihren gesundheitsrelevanten Ressourcen zu
bringen.
Themen sind u.a.:
Selbstfürsorge als Haltung
Selbstwertschätzung als Fundament der Wertschätzung
Selbstfürsorgliche Arbeitsorganisation
Selbstfürsorge durch Beziehungspflege
Bei der Veranstaltung ist für
Essen und Trinken gesorgt.
Für Segeberger GEW-Mitglieder
übernimmt die GEW alle Kosten; das gilt auch für KI, PLÖ, NMS, OD. GEW-Mitglieder
aus anderen Kreisen mögen bei ihrem Kreisvorstand die Frage der Kostenübernahme
klären. Nichtmitglieder zahlen einen Kostenanteil von 150,-€.
Das Schulamt ist über diese
Fortbildungsveranstaltung informiert.
Bitte meldet euch unbedingt
bis zum Sonntag, 10.02.19 per Mail, Fax, Telefon an – danke!
Mehr als 180 Personalrät*innen waren am 26.09.2018 bei der GEW Personalrätekonferenz, zum Thema „Arbeits- und Gesundheitsschutz von Lehrkräften“. Die Arbeitsbelastung der Kolleg*innen an den Schulen ist zu hoch! Das Ministerium muss jetzt handeln!
Begrüßung durch die Mitglieder des Vorstandes
der Fachgruppe Gemeinschaftsschulen
16.15 Uhr
Die aktuelle bildungspolitische Lage in Schleswig-Holstein
· Schulen mit besonderen Herausforderungen – Stand der Umsetzung
· Urteil zum Weihnachtsgeld
· Lehrkräftebildungsgesetz
· Verschiedenes
Informationen von und Austausch mit Katja Coordes, Stellvertretende
Landesvorsitzende der GEW, und Christiane Petersen,
Vorstandsbereich Tarif- und Beamtenrecht
Moderation: Heike Brunkert/Jürgen Timmann
17.30 Uhr
Pause
17.45 Uhr
Personalratswahlen 2019
· Forderungen der Fachgruppe
· Kandidatenfindung/Listenerstellung für den HPR(L) und in den Kreisen
Das Mitgliederhandbuch der GEW ist – so hören wir immer wieder – ein wichtiges Hilfsmittel für die Arbeit der Personalräte, Schulleitungsmitglieder, Vertrauensleute und der Lehrkräfte. In ihm werden alle wesentlichen Gesetze, Verordnungen und Erlasse sowie andere wichtige Informationen zusammengefasst, die für die tagtägliche Arbeit an den Schulen von Bedeutung sind.
Nun steht eine Überarbeitung an.
Hast du Lust, daran mitzuwirken? Hast du Hinweise zur Gestaltung der Neuauflage?
Was kannst du konkret tun?
– dein Wissen zu den notwendigen Inhalten des Handbuchs einbringen,
– Ideen zur Neugestaltung des Handbuchs entwickeln.
Was kannst du GEWinnen?
– Kenntnisse über schulrechtliche Fragestellungen,
– abwechslungsreiche Erfahrungen bei der Gestaltung dieses »trockenen Themas«,
– Kontakte innerhalb der GEW.
Wieviel Zeit kostet es dich?
– zwei bis drei je zweistündige Sitzungen im Zeitraum von Oktober 2018 bis Januar 2019, zuzüglich Zeit für die Anreise,
– Zeit für die Entwicklung von Ideen und für »Hausaufgaben«.
Was bieten wir dir?
– Einfluss auf die Gestaltung der Neuauflage des neuen Handbuchs,
– dadurch Möglichkeiten der Mitgestaltung der Arbeit innerhalb der GEW,
– Mitarbeit an einem zeitlich begrenzten Projekt,
– Reisekostenerstattung für die Fahrt zu den Sitzungen,
Einen ersten Treffpunkt der interessierten Kolleg_innen wollen wir noch bis Ende Oktober durchführen. Wenn du Lust hast, an diesem Thema mitzuwirken, dann melde dich schnell per E-Mail an.
Hast du Ideen und Anregungen, kannst aber nicht an den geplanten Sitzungen teilnehmen? Dann schicke sie mir. Wir werden sie bei der Planung des neuen Handbuchs besprechen.
Der GEW-Kreisverband Segeberg hatte vor den Sommerferien die Außenstelle der Boostedter Grund- und Gemeinschaftsschule, die sich auf dem Kasernengelände der Erstaufnahmeeinrichtung befindet, besucht und seine Unterstützung angeboten.
Nachdem die dort unterrichtenden Lehrkräfte berichtet hatten, dass viele Kinder keinen Ranzen, keine Federtasche, keine Sporttasche hätten und für traumatisierte Kinder ein Kuscheltier sehr von Nutzen sein kann, hab die Segeberger GEW eine Sammlung solcher Dinge initiiert und GEW-Lehrkräfte angeschrieben und um Hilfe gebeten.
Es kamen über 50 Ranzen (viele Grundschulkinder bekommen zum Schuljahreswechsel oder Wechsel in eine weiterführende Schule einen neuen Ranzen), diverse Federtaschen und Sportrucksäcke zusammen. Aus der GEW-Kuscheltier-Aktion im vergangenen Jahr wurden Plüschtiere gespendet und einige Grundschüler legten Spiele, Stifte, Knetgummi und Spiele in ihren alten Ranzen.
Anfang des Schuljahres brachte die GEW-Kreisvorsitzende Sabine Duggen einen VW-Bus voll mit den gesammelten Utensilien in die Außenstelle der Boostedter Schule. Die Freude bei den Lehrkräften war groß und besonders berührend war ein Brief einer Grundschülerin, die den geflüchteten Kindern viele gute Wünsche geschickt hatte.
Drei Vertreterinnen des Segeberger Kreisvorstands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) trafen sich in dieser Woche mit drei Vertreterinnen des „Forums für Migration im Kreis Segeberg“.
Die Teilnehmerinnen informierten sich gegenseitig über ihre Organisationen und stellten fest, dass beide sich für die Integration von MigrantInnen, für Antidiskriminierung, gegen Rassismus und für die Vermittlung eines umfassenden Demokratieverständnisses einsetzen. Daher wurde eine künftige Zusammenarbeit verabredet, die in den jeweiligen Gremien vorgestellt und konkretisiert werden soll.
Die GEW-Kreisvorsitzende Sabine Duggen hatte interessantes GEW-Material mitgebracht und sagte zu, bei Bedarf hier weiter zu helfen. Die Migrationsbeauftragte der Kreisverwaltung Wiebke Wilken sagte zu, die GEW zu dem nächsten Treffen des Forums einzuladen und stellte die bereits angelaufenen Projektgruppen vor. Die GEW-Vertreterinnen konnten sich gut vorstellen, das Forum auch finanziell bei der Durchführung von Veranstaltungen für jugendliche Geflüchtete zu den oben genannten Themenfeldern zu unterstützen.
Am Ende des Gesprächs wurde vereinbart, gegenseitig Informationen auszutauschen und weiter im Gespräch zu bleiben.