Category: Aktionen

März 2nd, 2021 by GEW

Online-Schulung für Personalräte aller Schularten

am Mittwoch, den 17.03.2021

von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

per „Zoom“

 Thema: Mitbestimmungsgesetz (MBG) 1 „Auffrischung“

Referentinnen:    Heike Bock, Anna Osmers, Mitglieder im BPR SE

Referent:               Christian Steenbuck, Mitglied im BPR SE und HPR-L

Tagesordnung:

  • Begrüßung, allgemeine Ansagen
  • Auffrischung MBG 1, PR Basiswissen
  • Stufenverfahren nach MBG
  • Aktuelles, Fragen der Personalräte
  • Verschiedenes

Teilnehmen können Personalräte und ErsatzvertreterInnen gemäß § 37 MBG S-H. Die Teilnahme erfolgt auf der Grundlage des Entsendungsbeschlusses des Personalrats.

Anmeldungen bitte bis zum 15.03.2021 per Email an:

Sabine Duggen: duggen[at]gew-sh.de

Der Zugangslink zur Online-Veranstaltung wird allen Teilnehmer:innen wenige Tage vor der Sitzung per Email zugeschickt.

Die Zahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt. GEW-Mitglieder werden daher vorrangig berücksichtigt.

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Februar 26th, 2021 by GEW


GEW mit visuellem Protest vorm Landeshaus

Kiel – Eine Demonstration mit vielen Menschen auf engem Raum erschien der Bildungsgewerkschaft GEW in Corona-Zeiten keine geeignete Protestform. Stattdessen entschied sie sich für eine symbolische Aktion. Sie stellte am Freitag, 26. Februar 2021 eine Videowand vor den Landtag. Die zeigte Selfies und Statements von Erzieherinnen und Lehrkräften, die ihrem Unmut über die übereilte Öffnung von Kitas und Grundschulen am vergangenen Montag Luft machten.

Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Katja Coordes wandte sich in ihrer kurzen Rede direkt an Ministerpräsident Daniel Günther und rief Richtung Landeshaus: „Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Günther, ändern Sie den Kurs Ihrer Landesregierung! In Kitas, Grundschulen und Förderzentren funktioniert kein Homeoffice. Da lassen sich keine ausreichenden Abstände einhalten. Spielen Sie nicht weiterhin mit der Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen. Setzen Sie auf Vorsicht statt auf Risiko! Lassen Sie Kitas und Grundschulen erst einmal in halber Gruppenstärke starten!“ Forderungen nach schnellen Impfungen, leicht zugänglichen Tests sowie einen besonderen Schutz für Beschäftigte aus Risikogruppen schloss sie an.

Katja Coordes verwies darauf, dass sich die Beschäftigten in Kitas und Schulen große Sorgen um ihre Gesundheit machten. Denn nach wie vor fehle es dort an geeigneten Schutzmaßnahmen. Deshalb sei es aus ihrer Sicht „völlig inakzeptabel“, dass die Landesregierung trotz Inzidenzwerten im Auf und Ab um die 50 und trotz der sich immer stärker verbreitenden britischen Mutante die Beschäftigten in den meisten Kreisen in den vollen Regelbetrieb geschickt habe.

 „Eine schrittweise Öffnung von Kitas und Schulen ist für die GEW eine Selbstverständlichkeit. Als Pädagoginnen und Pädagogen wissen wir nur zu gut, wie elementar wichtig Kitas und Schulen für die Kinder sind“, hob die Gewerkschafterin hervor. „Aber das geht nicht mit vollen Klassen und Gruppen. Das gefährdet die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen, der Kinder und deren Familien. Und die bisherigen Erfolge der Pandemiebekämpfung drohen dabei auch auf der Strecke zu bleiben. Der Wiedereinstieg in Schule und Kita muss behutsam erfolgen, Schritt für Schritt.“

Wie dramatisch die Lage vor allem in den Kitas ist, unterstrich Katja Coordes mit Zahlen einer Befragung von dort arbeitenden GEW-Mitgliedern: „Das Ergebnis ist mehr als besorgniserregend: 85 Prozent sehen sich nicht ausreichend vor einer Corona-Infektion geschützt. Die Angst um die eigene Gesundheit wird zu einer enormen Belastung in der alltäglichen Arbeit.“ An den Schulen dürfte es nicht viel anders aussehen.

Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende hielt den Landespolitikerinnen und –politikern noch eine weitere bemerkenswerte Zahl aus der Befragung vor: „91 Prozent der Befragten fühlen sich von den politischen Akteurinnen und Akteuren  in ihrem Engagement nicht wertgeschätzt. Krasser kann ein Misstrauensvotum kaum ausfallen. Das sollten sich die Damen und Herren dort drüben im Landeshaus einmal durch den Kopf gehen lassen und ihre Politik im Interesse der Beschäftigten verändern.“

Presseerklärung der GEW,  LV Schleswig-Holstein

Verantwortlich: Bernd Schauer, 26.02.2021

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Februar 26th, 2021 by GEW

Kitas und Grundschulen des Landes Schleswig-Holstein sind Anfang der Woche trotz wieder ansteigender Infektionszahlen, trotz besonders gefährlicher Virusmutationen und trotz der Warnung vieler Wissenschaftler:innen in den Präsenzbetrieb gegangen. Für Bildungsministerin Prien ist das die „Normalität“, wie sie am 19.Februar verlautbaren ließ. Das wundert nicht, hat Frau Prien doch von Anfang an die Gefährlichkeit der Corona Pandemie und eine Gefährdung der Kinder und der Beschäftigten in den Kitas und Schulen negiert oder heruntergespielt.

Von einer echten „Normalität“ sind Schulen und Kitas jedoch immer noch weit entfernt. Bis heute, mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie,  wurden die meisten Schulen und Kitas weder mit FFP2 Masken versorgt, noch mit technischen Schutzeinrichtungen wie Trennwänden oder Luftreinigungsfiltern ausgestattet. Die zum Neustart des Unterrichts versprochenen Schnelltests für Lehrkräfte an den Schulen und Erzieher:innen in den Kitas sind frühestens in einigen Wochen in ausreichender Zahl vorhanden, die Organisation der Testung ist noch völlig ungeklärt. Regelmäßige Tests bei den Schüler:innen und den Kita-Kindern, die viel sinnvoller wären, sind gar nicht vorgesehen. Auch bei den nun angekündigten Impfungen für die Mitarbeiter:innen in den Kitas und den Schulen ist beim jetzigen Impftempo zu erwarten, dass auch diese noch mehrere Wochen auf sich warten lassen.

Der folgende Leserbrief unserer GEW Kollegin Ute Hecht, der auch schon in den Lübecker Nachrichten und in der Segeberger Zeitung veröffentlicht wurde, spiegelt den weitverbreiteten Frust und die Verärgerung der Lehrkräfte und Beschäftigten in den Kitas gut wider:

Wie großzügig von der Regierung

“Liebe Landesregierung, liebe Bundesregierung, ich bin seit vielen Jahren Grund­schullehrerin, und ich finde, es ist jetzt Zeit, mich mal bei Ihnen zu bedanken. Die An­forderungen an unsere Ar­beit werden immer größer, Sie haben unsere Stunden­zahl erhöht. Vielen Dank! Sie führen die Inklusion ein, kür­zen aber die Stunden der un­terstützenden Förderschullehrkräfte. Vielen Dank. Sie führen DAZ-Klassen und -Zentren ein. Die Umsetzung überlassen Sie den Schulen. Vielen Dank. Sie fördern und fordern Digitalisierung, stel­len viel Geld zur Verfügung. Die Umsetzung? Ja, richtig, darf auch wieder jede Schule für sich alleine erarbeiten.

Corona, seit einem Jahr un­ser Alltag, es wird viel Geld in die Hand genommen. Wo ist das hin? Kein Konzept, dass jede Klasse ein Waschbecken hat, dass es ausreichend Toi­letten gibt! Luftreinigungsgeräte für jeden Schulraum? Abhängig von der Fürsorge durch die Gemeinden! Hygienekonzepte? Klar, das schaffen die Schulleitungen und Lehrkräfte auch noch! Vielen Dank!

Und jetzt, als der Druck sei­tens der Bevölkerung groß ist, zur Öffnung der Kinder­gärten und Grundschulen, Erzieherinnen und Lehrerin­nen vielleicht doch besser zu schützen als mit Tests? Da sa­gen Sie großzügig: Liebe Er­zieherinnen und Grund­schullehrerinnen, ihr werden im Impfkonzept vorgezogen. Wir haben da noch ein biss­chen Astra Zeneca übrig. Das will nämlich keiner haben, weil es nicht so wirksam ist wie andere. Und da reicht es für mich. Das kann ich so nicht einfach hinnehmen. Da muss ich mich bei Ihnen für Ihre Fürsorge für Ihre Unter­gebenen bedanken. Kaum eine Firma geht so umsichtig und schützend mit ihren An­gestellten um. Damit nehmen Sie mir auch noch meine letz­te Angst. Vielen Dank!“

Ute Hecht, Felde

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Februar 19th, 2021 by GEW

Da ja auch weiter keine GEW-Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit durchgeführt werden können, hat sich der Segeberger GEW-Kreisvorstand überlegt, euch Vertrauensleute zum 2. Mal zu einer Videokonferenz (per Zoom) einzuladen. Stattfinden wird die Konferenz am 

Montag, 8.3.21 von 16:30 bis ca. 18:00 Uhr 

Inhaltlich wollen wir uns mit euch vor allem über eure derzeitige Situation und die Arbeitsbedingungen an eurer Schule austauschen. Und wir vom Kreisvorstand möchten euch Infos über GEW-Aktivitäten auf Landesebene geben.

Wenn ihr konkrete Anliegen/Fragen/Wünsche habt, lasst es uns gern vorher wissen; dann bereiten wir uns schon mal darauf vor.

Bitte meldet euch per E-Mail: duggen<at>gew-sh.de an. Ihr bekommt dann vor der Sitzung die entsprechenden Zugangsdaten für die Videokonferenz zugemailt.

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Februar 18th, 2021 by GEW

Auch in diesem Jahr bietet der Landesverband der  GEW Schleswig-Holstein digitale Schulungen für Personalräte über die Plattform Zoom an. Unsere dreistündigen Schulungen haben unterschiedliche thematischen Schwerpunkte. Sie können unabhängig voneinander gebucht werden.
Für die Teilnahme an diesen Schulungen gilt der § 37 MBG und ihr könnt euch für die entsprechende Zeit freistellen lassen.

Unsere Schulungen im März 2021

Datum Uhrzeit Thema
08.03.2021 15-18 Wie mache ich..? Interessensvertretung konkret:
Verhandlungsführung, Durchsetzen von Interessen
17.03.2021 11-14 Wie mache ich..? Interessensvertretung konkret:
Verhandlungsführung, Durchsetzen von Interessen
18.03.2021 15-18 Rechte und Pflichten der Personalräte
22.03.2021 15-18 Wie mache ich..? Dienstvereinbarungen
26.03.2021 11-14 Rechte und Pflichten der Personalräte

Anmeldung bis spätestens Freitag vor der Schulung unter info@gew-sh.de.
Die Zugangsdaten werden wenige Tage vor der Schulung an die angemeldeten Teilnehmer*innen verschickt.

Mehr Infos unter: www.gew-sh.de/personalrat

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Februar 18th, 2021 by GEW

Offener Brief zur geplanten Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen im Corona-Regelbetrieb am kommenden Montag, 22. Februar 2021

Sehr geehrter Herr Günther,
Sie und Ihre Landesregierung wollen am kommenden Montag, 22. Februar 2021 Kindertagesstätten und Grundschulen überwiegend in den Corona-Regelbetrieb gehen lassen. Mit diesem Plan werden Sie aus unserer Sicht Ihrer Verantwortung als Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein nicht gerecht, weil Sie die Gesundheit der Beschäftigten in Kitas und Grundschulen unnötigerweise einem hohen Infektionsrisiko aussetzen. Weder in Kitas noch in Grundschulen lassen sich schon aus pädagogischen Gründen die erforderlichen Abstände einhalten. Ausreichender Schutz durch FFP2-Masken für die Beschäftigten und Lüftungsgeräte stehen in der Regel nicht zur Verfügung.
Leider entwickelt sich die Lage in Schleswig-Holstein nicht in allen Kreisen positiv. Die Entwicklung im Kreis Schleswig-Flensburg zeigt, dass das Virus unberechenbar ist. In Flensburg hat die Mutation B.1.1.7 die Überhand gewonnen. Besonders hier, aber auch in anderen Landesteilen, machen sich immer mehr Pädagoginnen und Pädagogen, die im Notbetrieb
oder in Abschlussklassen in Präsenz eingesetzt sind, wegen der aktuellen Entwicklung große Sorgen um ihre Gesundheit. Die Erfolge der letzten Wochen dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Der Wiedereinstieg muss behutsam erfolgen und einhergehen mit mehr Schutzmaßnahmen.

Wir haben in den letzten Wochen unsere Mitglieder zur aktuellen Lage in den Kitas befragt. Das besorgniserregende Ergebnis: 85 Prozent sehen sich nicht ausreichend vor einer CoronaInfektion geschützt. Diese Angst um die eigene Gesundheit ist eine enorme Belastung für die betroffenen Erzieherinnen und Erzieher. Gleichzeitig fehlt die Wertschätzung durch die politischen Akteurinnen und Akteure. 91 Prozent fühlen sich aktuell nicht von ihnen für das Engagement in der Corona-Pandemie wertgeschätzt.

Wer weiß besser als wir Pädagoginnen und Pädagogen, dass Kitas und Schulen für Kinder von elementarer Bedeutung sind. Aber niemandem ist damit gedient, wenn wir der Pandemie günstige Ausbreitungschancen bieten, weil viel zu viele Kinder auf engstem Raum ohne ausreichende Abstandsmöglichkeiten zusammengekommen. Dies umso mehr, weil wir es zunehmend mit der ansteckenderen Variante des Virus zu tun haben.
Wir fordern:
auch bei niedriger Inzidenz zunächst Start mit halbierten Gruppen in den Kitas und mit Wechselunterricht an den Grundschulen unter Berücksichtigung der örtlichen schulischen Bedingungen sowie Aufhebung der festen Zeiten im Rahmen der Verlässlichkeit
einen Maßnahmenplan, der sich an lokalen Inzidenzen orientiert
die Umsetzung einer alltagstauglichen Teststrategie für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler
die Priorisierung der Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte an den Grundschulen bei der freiwilligen Corona-Impfung
besseren Schutz von Beschäftigten mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko

Die letzten Monate haben die Pädagoginnen und Pädagogen in Schleswig-Holstein viel Kraft gekostet. Sie haben Enormes geleistet, um in dieser schwierigen Phase der Pandemie die Kinder und Jugendlichen auf Distanz bestmöglich zu unterstützen. Auch Notbetreuung und Präsenzunterricht in den Abschlussklassen wurden unter der Anstrengung der geltenden Hygienevorschriften in kleinen Gruppen von allen Beteiligten gemeistert.
Aus der Politik ist dafür aber leider nicht die verdiente Wertschätzung bei den Pädagoginnen und Pädagogen angekommen!

Sehr geehrter Herr Günther, wir appellieren nachdrücklich an Sie: Schützen Sie das Personal in den Kitas und Grundschulen! Machen Sie die Gruppen kleiner! Öffnen Sie Kitas und Schulen behutsam, damit Sie sie nicht gleich wieder schließen müssen. Am kommenden Montag dürfen Kitas und Schulen nicht wieder im Corona-Regelbetrieb beginnen!

Mit freundlichen Grüßen
Katja Coordes
(stellv. Landesvorsitzende der GEW Schleswig-Holstein)

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Januar 27th, 2021 by GEW

Der GEW Kreisverband Segeberg hat vor einiger Zeit seinen Mitgliedern an den Schulen und Kitas des Kreises FFP2 Masken zur Verfügung gestellt, auch weil die Landesregierung es bisher versäumte, in irgendeiner Form Schutzmaßnahmen für die Kolleginnen und Kollegen zu finanzieren.

Nun erreichte uns aus einer Schule nahe Segeberg eine doch etwas irritierende Mitteilung. Dort wurde von einem Kollegen bezweifelt, ob das Tragen dieser FFP2 Masken, auf denen das GEW Logo! aufgedruckt ist, überhaupt erlaubt sei. Ob es sich beim Tragen der Masken nicht vielmehr um unerlaubte Werbung handele, besonders wenn eine solche Maske den ganzen Vormittag getragen werde!

Wie soll man diesem Zweifler antworten? Vielleicht so:

Lieber Kollege,

  1. Der Sinn der FFP2 Masken ist der Schutz vor einer Ansteckung mit Covid 19, auch deshalb ist es nicht nur erlaubt, sondern auch ausgesprochen sinnvoll solche Masken zu tragen. Wenn so eine Maske nur in der Schultasche herumgeschleppt wird, erfüllt sie diesen Zweck nicht.
  2. Der GEW KV Segeberg ist ein Teil der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Diese verfolgt keinerlei kommerzielle Ziele, auch die Arbeit des Kreisvorstandes ist ehrenamtlich. Allen Träger:innen der GEW Maske sei an dieser Stelle versichert: Ihr müsst also weder Waschmaschine noch Spielekonsole oder ähnliches bei der GEW erwerben (…. wenn ihr sowas braucht, wendet euch bitte an den lokalen Fachhandel).
  3. Ach ja, es ist vielleicht der richtige Zeitpunkt Dich daran zu erinnern. Gewerkschaftsmitglieder dürfen nicht nur Masken mit GEW Logo tragen, sie dürfen an den Schulen auch Informationsmaterial der GEW verteilen, Buttons mit gewerkschaftlichen Forderungen („A13 für alle“) und GEW Anstecknadeln tragen, sie dürfen am Gewerkschaftsbrett Infos und Forderungen der GEW aushängen, sie dürfen bei Kolleg:innen, die noch nicht in der GEW sind, Mitgliederwerbung betreiben usw.. Wir stellen Dir die Aktenzeichen entsprechender Urteile des BAG und der BVerfaG gerne zur Verfügung.
  4. Lieber Kollege, vielleicht warst Du aber einfach auch nur neidisch auf die FFP2 Masken der GEW Kolleg:innen. Dieses Problem ließe sich auch für Dich ganz einfach lösen Auf der Homepage des GEW Kreisverbandes findet sich ein Beitrittsformular für die GEW. Mit der Mitgliedschaft sind nicht nur FFP2 Masken verbunden, die wir alle hoffentlich bald nicht mehr benötigen, sondern GEW Mitglieder profitieren von einem qualifizierten Rechtschutz, einer starken Interessenvertretung und fundierten Informationen in allen die Schule und KITA und die Arbeitsbedingungen betreffenden Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Clasen (für den GEW Kreisverband Segeberg)

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Januar 27th, 2021 by GEW

Nachdem sich das Covid19-Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein beschleunigt hat und die aktuellen Erkrankungszahlen z.B. besonders in einzelnen Landkreisen in Südholstein deutlich über den Inzidenzwerten von Hamburg liegen, hat die Landesregierung jetzt ihre Vorstellungen zum schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown sowie die in Zukunft dafür geltenden Grenzwerte vorgestellt. Dazu wurde der bisher maßgebliche Grenzwert einer Inzidenzzahl  von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner:innen in sieben Tagen auf den Wert 100 im gesamten Schleswig-Holstein heraufgesetzt. Dieser Wert wird zurzeit für das Bundesland, wenn auch nur knapp, mit etwa 95 unterschritten.

Nach den gestern veröffentlichen Plänen (https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2021/I/210126_stufenplan.html)  würde dies bedeuten, dass in Schleswig-Holstein Kitas und Schulen schon in absehbarer Zeit zwar stufenweise, aber landesweit geöffnet werden. Grundsätzlich ist eine möglichst rasche Rückkehr zu „normalen“ Verhältnissen an den Kitas und Schulen des Landes anzustreben. Aber nach den vorliegenden Plänen der Landesregierung würde demnächst auch in Regionen wie z.B. dem Kreis Pinneberg Präsenz-und Wechselunterricht beginnen, obwohl dort die Infektionszahlen seit Wochen sehr deutlich über dem Inzidenzwert 150 liegen. In einem Flächenland, wie Schleswig-Holstein es ist, können sinnvollerweise  jedoch nur die jeweilige Infektionssituation vor Ort und die Beachtung regionaler Corona Hotspots auschlaggebend für Lockerungsmaßnahmen sein. Das Jonglieren mit recht willkürlich herauf- oder heruntergesetzten Grenzwerten erhöht  die Richtigkeit und Akzeptanz der vorgestellten Maßnahmen auch nicht. Diese Richtwerte könnten ja bei weiter steigenden Infektionszahlen im Land  beliebig nach oben angepasst werden.

Schleswig-Holstein schert damit nicht zum ersten Mal aus vereinbarten Beschlüssen der Landesregierungen und des Bundes aus und prescht mit nicht durchdachten Verlautbarungen voraus. Dabei zeigt sich auch diesmal die Einschätzung der Landesregierung, dass Schulen und Kitas im gesamten Covid19-Infektionsgeschehen eine völlig unbedeutende Rolle spielten. Die Bildungsministerin und ihr arbeitsmedizinischer Dienst stellten ja schon von Beginn der Pandemie an die Gefährlichkeit des Virus in Frage und verharmlosten die Ansteckungsgefahren für Kinder, Lehrkräfte und Betreuer:innen in den Schulen und Kitas. So wurden fast alle ärztlichen Atteste von Lehrkräften mit  schweren Vorerkrankungen nicht anerkannt, wirksame bauliche Schutzmaßnahmen in den Klassenräumen für nicht sinnvoll erklärt, das Tragen von FFP2 Masken im Unterricht in Frage gestellt und direkt nach Bekanntgabe der Beschlüsse der vorletzten Sitzung von Bundesregierung und Länderchef:innen flächendeckender  Präsenzunterricht nach Stundentafel für die Abschlussklassen angeordnet.

Dass die, wohl auch den aktuellen Lockerungsplänen der Landesregierung zugrundeliegenden, Vorstellungen des Bildungsministeriums  nicht zutreffen, ist mittlerweile durch eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden. Ausführlicher äußerte sich z.B. der Mikrobiologe Prof. Michael Wagner in einem Interview des NDR vom 26. Januar 2021 zur Bedeutung von Kindern und Jugendlichen, Kitas und Schulen für das Covid19-Infektionsgeschehen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Interview-mit-Mikrobiologe-Prof-Michael-Wagner-,panoramadrei3734.html

GerdCL.
GEW KV Segeberg
27.01.2021
 

 

 

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Januar 12th, 2021 by GEW

Rin in de Kantüffeln, un denn rut ut de Kantüffeln … Die Bildungsministerin Schleswig-Holsteins, Frau Prien, eiert durch die Corona Pandemie. Immer neue Erlasse und Anordnungen gehen kurzfristig an die Schulen und müssen dann von einem Tag auf den anderen von den Schulleitungen umgesetzt werden. Hätte Frau Prien doch einmal vorher auf die Ratschläge von Fachleuten, Lehrkräften, Schulleitungen und der Gewerkschaft gehört, dann wäre den Schulen viel Unruhe erspart geblieben. Das letzte Beispiel hierfür sind ihre Anordnungen von Präsenzunterricht an den Gemeinschaftsschulen und den Gymnasien in der augenblicklichen Hochphase der Pandemie und der dramatisch gestiegenen Infektionszahlen.

Dazu die Presseerklärung des GEW Landesverbandes Schleswig-Holstein:

„Mit Ach und Krach die Kurve gekriegt! – Nach GEW-Kritik flexiblere Regelungen für Abschlussklassen

Nach heftiger Kritik von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und aus vielen Schulen hat das Bildungsministerium flexiblere Regelungen für den Präsenzunterricht in den Abschlussklassen vorgelegt. Es darf nun doch einen Mix aus Fern- und Präsenzunterricht geben. Der Unterricht muss nun nicht mehr für alle gleichzeitig in der Schule erfolgen.
„Da hat das Bildungsministerium gerade noch einmal die Kurve gekriegt. Unser Beharren auf bessere Regelungen hat sich gelohnt. Die Schulen erhalten jetzt doch mehr Flexibilität für den Unterricht in den Abschlussklassen. Sie können sich im Präsenzunterricht stärker auf die Prüfungsfächer konzentrieren. Das ist für die Schulen sehr wichtig. Denn dadurch reduziert sich an den Schulen das Infektionsrisiko, weil nicht so viele Schülerinnen und Schüler gleichzeitig in die Schulen kommen“, zeigte sich die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke in einer Presseerklärung vom Dienstag, 12. Januar 2021 mit dieser Regelung zufrieden.
Sie erläuterte die Konsequenzen der neuen Regelung zum Beispiel für die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe: „Die neue Regelung sorgt für viel weniger Betrieb in der Schule und damit für weniger Ansteckungsgefahr. Der 9., 10. und 13. Jahrgang – das können bis zu 400 Schülerinnen und Schüler sein – müssen nicht mehr zeitgleich Präsenzunterricht nach Stundenplan erhalten.“ Auch an den Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufen und den Gymnasien gebe es diesen positiven Effekt.
Die GEW-Landesvorsitzende bedauerte, dass das Bildungsministerium wieder einmal für überflüssiges Wirrwarr gesorgt habe. „Wenn das Bildungsministerium den Schulen von vornherein die notwendigen Handlungsspielräume eröffnet hätte, wäre es an den Schulen nicht zu dem ganzen Ärger gekommen. Um das in Zukunft zu vermeiden, sei dem Bildungsministerium sehr ans Herz gelegt, Gewerkschaften und Personalrat bei der Erarbeitung des angekündigten Stufenplans für den Schulunterricht in Coronazeiten zu beteiligen“, sagte Astrid Henke.“

Verantwortlich: Bernd Schauer, 12.01.2021
Geschäftsführer GEW Schleswig-Holstein

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Januar 11th, 2021 by GEW

Die Proteste und Aktionen der Gewerkschaft und der Schulen zeigen anscheinend Wirkung.  Die Schulen erhalten jetzt doch mehr Flexibilität beim Unterricht in den Abschlussklassen. Sie können sich im Präsenzunterricht stärker auf die Prüfungsfächer konzentrieren.

Wörtlich heißt es in der Corona-Schulinfo des Bildungsministeriums von heute Nachmittag (11. Januar):

Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen sollen also nach Stundentafel (nicht Stundenplan) und gemäß den Fachanforderungen unterrichtet werden. Da das in den Schulen unterschiedlich gut abbildbar ist, kann dies sowohl im Rahmen von Präsenzunterricht als auch in Distanzlernformaten geschehen. …

Die Schulen haben die organisatorische Flexibilität, um die Stundenplanung mit Blick auf die Prüfungen vorzunehmen. Fächer, in denen Abschlussklausuren geschrieben werden, haben Priorität. …Die Schulen wägen vor diesem Hintergrund ab, welche Fächer bevorzugt in Präsenz unterrichtet und welche über Distanzlernformate abgedeckt werden können.

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