Category: Aktionen

März 18th, 2021 by GEW

Kiel – Schülerinnen und Schüler sollen jetzt endlich in großer Zahl getestet werden. Das ist ein Fortschritt, obwohl Tests natürlich keine Impfungen ersetzen. Aber wieder einmal werden die Schulen vom Bildungsministerium bei der Umsetzung hängen gelassen, kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

„Die Organisation der Testungen durch das Bildungsministerium geht auf keine Kuhhaut. Es reicht einfach nicht, ein zweiseitiges Schreiben mit der Anweisung zu verschicken: Jetzt macht mal!“, übte die Landesvorsitzende Astrid Henke deutliche Kritik. „Es gehört weder zu den Aufgaben von Schulleitungen, aus einer Aula eine „Teststraße“ zu machen, noch die Tests aus der Kreisstadt zu holen. Auch Lehrkräfte sind keine Testhelfer.“ Wenn die Testungen bei allen Problemen halbwegs klappen sollten, brauche es zusätzliche Kräfte oder Freiwillige, die für ihre Aufgaben instruiert würden.

Sie könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Bildungsministerium die Herausforderungen nicht überblicke, die mit der Umsetzung der Testungen für die Schulen verbunden seien, so die GEW-Landesvorsitzende. Je kleiner die Kinder, desto schwieriger sei es. „Die Verantwortlichen scheinen ein Bild von Kindern vor Augen zu haben, die brav und geduldig Schlange stehen, warten bis sie an der Reihe sind und dann geschickt mit den Test-Kits hantieren. Was aber, wenn Kinder anfangen zu heulen, weil sie sich nicht in der Nase rumstochern wollen? Wer tröstet sie?“

Verantwortlich: Bernd Schauer, 18.03.2021

Bernd Schauer
Geschäftsführer GEW Schleswig-Holstein
Legienstr. 22 – 24. 24103 Kiel

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Zum selben Thema eine kurze Stellungnahme eines Kollegen:

„Warum müssen sich jetzt noch die Schulen darum kümmern, wie die „Selbsttests“ durchzuführen sind? Dafür werden Vertretungsstunden aufgerufen und Unterricht muss ausfallen, UND Kollegen müssen natürlich wieder das Ganze übernehmen. Wer glaubt denn ernsthaft, dass alle Sek I Schüler das alleine hinbekommen, wenn sogar schon die „Kurzanleitung“ 3 Seiten lang ist und 15 Arbeitsschritte umfasst? Das hat zur Folge, dass wieder Kollegen entweder mit Kindern ohne Maske in einem Raum sind, oder irgendwie versuchen müssen die Angelegenheit nach draußen zu verlagern. Da wirkt es wirklich ein wenig verhöhnend, wenn das Ding „Selbsttest“ heißt. Es wird einfach wieder einmal eine weitere Aufgabe auf den großen Berg mit draufgeworfen.“

 

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März 9th, 2021 by GEW

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf dem gestrigen Online-Treffen mit GEW Vertrauensleuten im Kreis Segeberg haben sich die Teilnehmenden dafür ausgesprochen, bald noch so eine Veranstaltung zu machen, da es viel zu berichten und diskutieren gab.

Daher laden wir euch zum 3. Mal zu einer Videokonferenz per Zoom einzuladen.

Das wollen wir am Montag, 22.3.21 von 16:30 bis ca. 18:00 Uhr machen.

Inhaltlich wollen wir wieder einen allgemeinen Austausch vor allem über eure derzeitige Situation und die Arbeitsbedingungen an eurer Schule gehen. Und wir vom Kreisvorstand können euch Infos über GEW-Aktivitäten auf Landesebene geben.

Wenn ihr konkrete Anliegen/Fragen/Wünsche habt, lasst es mich gern vorher wissen; dann bereiten wir uns schon mal darauf vor.

Ich hoffe, viele von euch können mitmachen!

Bitte meldet euch dann per Mail bei mir an (duggen[at]gew-sh.de)  und dann bekommt ihr vor der Sitzung die entsprechenden Zugangsdaten für die Videokonferenz.

Gruß,

Sabine

(für den Kreisvorstand)

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März 7th, 2021 by GEW

Lass dich nicht einschüchtern!

Immer wieder werden Menschen im Internet bedroht, wenn sie sich öffentlich beispielsweise für Geflüchtete positionieren. Dabei nutzen rechte Akteur*innen das Internet gezielt, um ihre politischen Gegner*innen einzuschüchtern. Im Netz verlaufen die Grenzen zwischen rechten
Bedrohungen, politischen Shitstorms und Hate Speech oft fließend.

In diesem Online-Seminar wollen wir uns zusammen diesem Phänomen annähern und Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und deren soziales Umfeld aufzeigen.

Leitung: Dr. Kai Stoltmann (Zebra*)
Moderation: Christian Graap (GEW)
Wann?
Am Mittwoch, 17.03.2021 von 17.00 – 18.30 Uhr
Online über die Videoplattform zoom

Anmeldungen sind bis zum 14.03.2021 unter info[at]gew-sh.de möglich.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit
Zebra (*Zentrum für Betroffene rechter Angriffe), das im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein die Opfer von rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt unterstützt) und dem Wilhelm-Strech-Fonds für Toleranz und Solidarität e.V. statt

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März 2nd, 2021 by GEW

Online-Schulung für Personalräte aller Schularten

am Mittwoch, den 17.03.2021

von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

per „Zoom“

 Thema: Mitbestimmungsgesetz (MBG) 1 „Auffrischung“

Referentinnen:    Heike Bock, Anna Osmers, Mitglieder im BPR SE

Referent:               Christian Steenbuck, Mitglied im BPR SE und HPR-L

Tagesordnung:

  • Begrüßung, allgemeine Ansagen
  • Auffrischung MBG 1, PR Basiswissen
  • Stufenverfahren nach MBG
  • Aktuelles, Fragen der Personalräte
  • Verschiedenes

Teilnehmen können Personalräte und ErsatzvertreterInnen gemäß § 37 MBG S-H. Die Teilnahme erfolgt auf der Grundlage des Entsendungsbeschlusses des Personalrats.

Anmeldungen bitte bis zum 15.03.2021 per Email an:

Sabine Duggen: duggen[at]gew-sh.de

Der Zugangslink zur Online-Veranstaltung wird allen Teilnehmer:innen wenige Tage vor der Sitzung per Email zugeschickt.

Die Zahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt. GEW-Mitglieder werden daher vorrangig berücksichtigt.

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Februar 26th, 2021 by GEW


GEW mit visuellem Protest vorm Landeshaus

Kiel – Eine Demonstration mit vielen Menschen auf engem Raum erschien der Bildungsgewerkschaft GEW in Corona-Zeiten keine geeignete Protestform. Stattdessen entschied sie sich für eine symbolische Aktion. Sie stellte am Freitag, 26. Februar 2021 eine Videowand vor den Landtag. Die zeigte Selfies und Statements von Erzieherinnen und Lehrkräften, die ihrem Unmut über die übereilte Öffnung von Kitas und Grundschulen am vergangenen Montag Luft machten.

Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Katja Coordes wandte sich in ihrer kurzen Rede direkt an Ministerpräsident Daniel Günther und rief Richtung Landeshaus: „Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Günther, ändern Sie den Kurs Ihrer Landesregierung! In Kitas, Grundschulen und Förderzentren funktioniert kein Homeoffice. Da lassen sich keine ausreichenden Abstände einhalten. Spielen Sie nicht weiterhin mit der Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen. Setzen Sie auf Vorsicht statt auf Risiko! Lassen Sie Kitas und Grundschulen erst einmal in halber Gruppenstärke starten!“ Forderungen nach schnellen Impfungen, leicht zugänglichen Tests sowie einen besonderen Schutz für Beschäftigte aus Risikogruppen schloss sie an.

Katja Coordes verwies darauf, dass sich die Beschäftigten in Kitas und Schulen große Sorgen um ihre Gesundheit machten. Denn nach wie vor fehle es dort an geeigneten Schutzmaßnahmen. Deshalb sei es aus ihrer Sicht „völlig inakzeptabel“, dass die Landesregierung trotz Inzidenzwerten im Auf und Ab um die 50 und trotz der sich immer stärker verbreitenden britischen Mutante die Beschäftigten in den meisten Kreisen in den vollen Regelbetrieb geschickt habe.

 „Eine schrittweise Öffnung von Kitas und Schulen ist für die GEW eine Selbstverständlichkeit. Als Pädagoginnen und Pädagogen wissen wir nur zu gut, wie elementar wichtig Kitas und Schulen für die Kinder sind“, hob die Gewerkschafterin hervor. „Aber das geht nicht mit vollen Klassen und Gruppen. Das gefährdet die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen, der Kinder und deren Familien. Und die bisherigen Erfolge der Pandemiebekämpfung drohen dabei auch auf der Strecke zu bleiben. Der Wiedereinstieg in Schule und Kita muss behutsam erfolgen, Schritt für Schritt.“

Wie dramatisch die Lage vor allem in den Kitas ist, unterstrich Katja Coordes mit Zahlen einer Befragung von dort arbeitenden GEW-Mitgliedern: „Das Ergebnis ist mehr als besorgniserregend: 85 Prozent sehen sich nicht ausreichend vor einer Corona-Infektion geschützt. Die Angst um die eigene Gesundheit wird zu einer enormen Belastung in der alltäglichen Arbeit.“ An den Schulen dürfte es nicht viel anders aussehen.

Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende hielt den Landespolitikerinnen und –politikern noch eine weitere bemerkenswerte Zahl aus der Befragung vor: „91 Prozent der Befragten fühlen sich von den politischen Akteurinnen und Akteuren  in ihrem Engagement nicht wertgeschätzt. Krasser kann ein Misstrauensvotum kaum ausfallen. Das sollten sich die Damen und Herren dort drüben im Landeshaus einmal durch den Kopf gehen lassen und ihre Politik im Interesse der Beschäftigten verändern.“

Presseerklärung der GEW,  LV Schleswig-Holstein

Verantwortlich: Bernd Schauer, 26.02.2021

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Februar 26th, 2021 by GEW

Kitas und Grundschulen des Landes Schleswig-Holstein sind Anfang der Woche trotz wieder ansteigender Infektionszahlen, trotz besonders gefährlicher Virusmutationen und trotz der Warnung vieler Wissenschaftler:innen in den Präsenzbetrieb gegangen. Für Bildungsministerin Prien ist das die „Normalität“, wie sie am 19.Februar verlautbaren ließ. Das wundert nicht, hat Frau Prien doch von Anfang an die Gefährlichkeit der Corona Pandemie und eine Gefährdung der Kinder und der Beschäftigten in den Kitas und Schulen negiert oder heruntergespielt.

Von einer echten „Normalität“ sind Schulen und Kitas jedoch immer noch weit entfernt. Bis heute, mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie,  wurden die meisten Schulen und Kitas weder mit FFP2 Masken versorgt, noch mit technischen Schutzeinrichtungen wie Trennwänden oder Luftreinigungsfiltern ausgestattet. Die zum Neustart des Unterrichts versprochenen Schnelltests für Lehrkräfte an den Schulen und Erzieher:innen in den Kitas sind frühestens in einigen Wochen in ausreichender Zahl vorhanden, die Organisation der Testung ist noch völlig ungeklärt. Regelmäßige Tests bei den Schüler:innen und den Kita-Kindern, die viel sinnvoller wären, sind gar nicht vorgesehen. Auch bei den nun angekündigten Impfungen für die Mitarbeiter:innen in den Kitas und den Schulen ist beim jetzigen Impftempo zu erwarten, dass auch diese noch mehrere Wochen auf sich warten lassen.

Der folgende Leserbrief unserer GEW Kollegin Ute Hecht, der auch schon in den Lübecker Nachrichten und in der Segeberger Zeitung veröffentlicht wurde, spiegelt den weitverbreiteten Frust und die Verärgerung der Lehrkräfte und Beschäftigten in den Kitas gut wider:

Wie großzügig von der Regierung

“Liebe Landesregierung, liebe Bundesregierung, ich bin seit vielen Jahren Grund­schullehrerin, und ich finde, es ist jetzt Zeit, mich mal bei Ihnen zu bedanken. Die An­forderungen an unsere Ar­beit werden immer größer, Sie haben unsere Stunden­zahl erhöht. Vielen Dank! Sie führen die Inklusion ein, kür­zen aber die Stunden der un­terstützenden Förderschullehrkräfte. Vielen Dank. Sie führen DAZ-Klassen und -Zentren ein. Die Umsetzung überlassen Sie den Schulen. Vielen Dank. Sie fördern und fordern Digitalisierung, stel­len viel Geld zur Verfügung. Die Umsetzung? Ja, richtig, darf auch wieder jede Schule für sich alleine erarbeiten.

Corona, seit einem Jahr un­ser Alltag, es wird viel Geld in die Hand genommen. Wo ist das hin? Kein Konzept, dass jede Klasse ein Waschbecken hat, dass es ausreichend Toi­letten gibt! Luftreinigungsgeräte für jeden Schulraum? Abhängig von der Fürsorge durch die Gemeinden! Hygienekonzepte? Klar, das schaffen die Schulleitungen und Lehrkräfte auch noch! Vielen Dank!

Und jetzt, als der Druck sei­tens der Bevölkerung groß ist, zur Öffnung der Kinder­gärten und Grundschulen, Erzieherinnen und Lehrerin­nen vielleicht doch besser zu schützen als mit Tests? Da sa­gen Sie großzügig: Liebe Er­zieherinnen und Grund­schullehrerinnen, ihr werden im Impfkonzept vorgezogen. Wir haben da noch ein biss­chen Astra Zeneca übrig. Das will nämlich keiner haben, weil es nicht so wirksam ist wie andere. Und da reicht es für mich. Das kann ich so nicht einfach hinnehmen. Da muss ich mich bei Ihnen für Ihre Fürsorge für Ihre Unter­gebenen bedanken. Kaum eine Firma geht so umsichtig und schützend mit ihren An­gestellten um. Damit nehmen Sie mir auch noch meine letz­te Angst. Vielen Dank!“

Ute Hecht, Felde

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Februar 19th, 2021 by GEW

Da ja auch weiter keine GEW-Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit durchgeführt werden können, hat sich der Segeberger GEW-Kreisvorstand überlegt, euch Vertrauensleute zum 2. Mal zu einer Videokonferenz (per Zoom) einzuladen. Stattfinden wird die Konferenz am 

Montag, 8.3.21 von 16:30 bis ca. 18:00 Uhr 

Inhaltlich wollen wir uns mit euch vor allem über eure derzeitige Situation und die Arbeitsbedingungen an eurer Schule austauschen. Und wir vom Kreisvorstand möchten euch Infos über GEW-Aktivitäten auf Landesebene geben.

Wenn ihr konkrete Anliegen/Fragen/Wünsche habt, lasst es uns gern vorher wissen; dann bereiten wir uns schon mal darauf vor.

Bitte meldet euch per E-Mail: duggen<at>gew-sh.de an. Ihr bekommt dann vor der Sitzung die entsprechenden Zugangsdaten für die Videokonferenz zugemailt.

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Februar 18th, 2021 by GEW

Auch in diesem Jahr bietet der Landesverband der  GEW Schleswig-Holstein digitale Schulungen für Personalräte über die Plattform Zoom an. Unsere dreistündigen Schulungen haben unterschiedliche thematischen Schwerpunkte. Sie können unabhängig voneinander gebucht werden.
Für die Teilnahme an diesen Schulungen gilt der § 37 MBG und ihr könnt euch für die entsprechende Zeit freistellen lassen.

Unsere Schulungen im März 2021

Datum Uhrzeit Thema
08.03.2021 15-18 Wie mache ich..? Interessensvertretung konkret:
Verhandlungsführung, Durchsetzen von Interessen
17.03.2021 11-14 Wie mache ich..? Interessensvertretung konkret:
Verhandlungsführung, Durchsetzen von Interessen
18.03.2021 15-18 Rechte und Pflichten der Personalräte
22.03.2021 15-18 Wie mache ich..? Dienstvereinbarungen
26.03.2021 11-14 Rechte und Pflichten der Personalräte

Anmeldung bis spätestens Freitag vor der Schulung unter info@gew-sh.de.
Die Zugangsdaten werden wenige Tage vor der Schulung an die angemeldeten Teilnehmer*innen verschickt.

Mehr Infos unter: www.gew-sh.de/personalrat

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Februar 18th, 2021 by GEW

Offener Brief zur geplanten Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen im Corona-Regelbetrieb am kommenden Montag, 22. Februar 2021

Sehr geehrter Herr Günther,
Sie und Ihre Landesregierung wollen am kommenden Montag, 22. Februar 2021 Kindertagesstätten und Grundschulen überwiegend in den Corona-Regelbetrieb gehen lassen. Mit diesem Plan werden Sie aus unserer Sicht Ihrer Verantwortung als Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein nicht gerecht, weil Sie die Gesundheit der Beschäftigten in Kitas und Grundschulen unnötigerweise einem hohen Infektionsrisiko aussetzen. Weder in Kitas noch in Grundschulen lassen sich schon aus pädagogischen Gründen die erforderlichen Abstände einhalten. Ausreichender Schutz durch FFP2-Masken für die Beschäftigten und Lüftungsgeräte stehen in der Regel nicht zur Verfügung.
Leider entwickelt sich die Lage in Schleswig-Holstein nicht in allen Kreisen positiv. Die Entwicklung im Kreis Schleswig-Flensburg zeigt, dass das Virus unberechenbar ist. In Flensburg hat die Mutation B.1.1.7 die Überhand gewonnen. Besonders hier, aber auch in anderen Landesteilen, machen sich immer mehr Pädagoginnen und Pädagogen, die im Notbetrieb
oder in Abschlussklassen in Präsenz eingesetzt sind, wegen der aktuellen Entwicklung große Sorgen um ihre Gesundheit. Die Erfolge der letzten Wochen dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Der Wiedereinstieg muss behutsam erfolgen und einhergehen mit mehr Schutzmaßnahmen.

Wir haben in den letzten Wochen unsere Mitglieder zur aktuellen Lage in den Kitas befragt. Das besorgniserregende Ergebnis: 85 Prozent sehen sich nicht ausreichend vor einer CoronaInfektion geschützt. Diese Angst um die eigene Gesundheit ist eine enorme Belastung für die betroffenen Erzieherinnen und Erzieher. Gleichzeitig fehlt die Wertschätzung durch die politischen Akteurinnen und Akteure. 91 Prozent fühlen sich aktuell nicht von ihnen für das Engagement in der Corona-Pandemie wertgeschätzt.

Wer weiß besser als wir Pädagoginnen und Pädagogen, dass Kitas und Schulen für Kinder von elementarer Bedeutung sind. Aber niemandem ist damit gedient, wenn wir der Pandemie günstige Ausbreitungschancen bieten, weil viel zu viele Kinder auf engstem Raum ohne ausreichende Abstandsmöglichkeiten zusammengekommen. Dies umso mehr, weil wir es zunehmend mit der ansteckenderen Variante des Virus zu tun haben.
Wir fordern:
auch bei niedriger Inzidenz zunächst Start mit halbierten Gruppen in den Kitas und mit Wechselunterricht an den Grundschulen unter Berücksichtigung der örtlichen schulischen Bedingungen sowie Aufhebung der festen Zeiten im Rahmen der Verlässlichkeit
einen Maßnahmenplan, der sich an lokalen Inzidenzen orientiert
die Umsetzung einer alltagstauglichen Teststrategie für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler
die Priorisierung der Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte an den Grundschulen bei der freiwilligen Corona-Impfung
besseren Schutz von Beschäftigten mit einem besonderen gesundheitlichen Risiko

Die letzten Monate haben die Pädagoginnen und Pädagogen in Schleswig-Holstein viel Kraft gekostet. Sie haben Enormes geleistet, um in dieser schwierigen Phase der Pandemie die Kinder und Jugendlichen auf Distanz bestmöglich zu unterstützen. Auch Notbetreuung und Präsenzunterricht in den Abschlussklassen wurden unter der Anstrengung der geltenden Hygienevorschriften in kleinen Gruppen von allen Beteiligten gemeistert.
Aus der Politik ist dafür aber leider nicht die verdiente Wertschätzung bei den Pädagoginnen und Pädagogen angekommen!

Sehr geehrter Herr Günther, wir appellieren nachdrücklich an Sie: Schützen Sie das Personal in den Kitas und Grundschulen! Machen Sie die Gruppen kleiner! Öffnen Sie Kitas und Schulen behutsam, damit Sie sie nicht gleich wieder schließen müssen. Am kommenden Montag dürfen Kitas und Schulen nicht wieder im Corona-Regelbetrieb beginnen!

Mit freundlichen Grüßen
Katja Coordes
(stellv. Landesvorsitzende der GEW Schleswig-Holstein)

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Januar 27th, 2021 by GEW

Der GEW Kreisverband Segeberg hat vor einiger Zeit seinen Mitgliedern an den Schulen und Kitas des Kreises FFP2 Masken zur Verfügung gestellt, auch weil die Landesregierung es bisher versäumte, in irgendeiner Form Schutzmaßnahmen für die Kolleginnen und Kollegen zu finanzieren.

Nun erreichte uns aus einer Schule nahe Segeberg eine doch etwas irritierende Mitteilung. Dort wurde von einem Kollegen bezweifelt, ob das Tragen dieser FFP2 Masken, auf denen das GEW Logo! aufgedruckt ist, überhaupt erlaubt sei. Ob es sich beim Tragen der Masken nicht vielmehr um unerlaubte Werbung handele, besonders wenn eine solche Maske den ganzen Vormittag getragen werde!

Wie soll man diesem Zweifler antworten? Vielleicht so:

Lieber Kollege,

  1. Der Sinn der FFP2 Masken ist der Schutz vor einer Ansteckung mit Covid 19, auch deshalb ist es nicht nur erlaubt, sondern auch ausgesprochen sinnvoll solche Masken zu tragen. Wenn so eine Maske nur in der Schultasche herumgeschleppt wird, erfüllt sie diesen Zweck nicht.
  2. Der GEW KV Segeberg ist ein Teil der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Diese verfolgt keinerlei kommerzielle Ziele, auch die Arbeit des Kreisvorstandes ist ehrenamtlich. Allen Träger:innen der GEW Maske sei an dieser Stelle versichert: Ihr müsst also weder Waschmaschine noch Spielekonsole oder ähnliches bei der GEW erwerben (…. wenn ihr sowas braucht, wendet euch bitte an den lokalen Fachhandel).
  3. Ach ja, es ist vielleicht der richtige Zeitpunkt Dich daran zu erinnern. Gewerkschaftsmitglieder dürfen nicht nur Masken mit GEW Logo tragen, sie dürfen an den Schulen auch Informationsmaterial der GEW verteilen, Buttons mit gewerkschaftlichen Forderungen („A13 für alle“) und GEW Anstecknadeln tragen, sie dürfen am Gewerkschaftsbrett Infos und Forderungen der GEW aushängen, sie dürfen bei Kolleg:innen, die noch nicht in der GEW sind, Mitgliederwerbung betreiben usw.. Wir stellen Dir die Aktenzeichen entsprechender Urteile des BAG und der BVerfaG gerne zur Verfügung.
  4. Lieber Kollege, vielleicht warst Du aber einfach auch nur neidisch auf die FFP2 Masken der GEW Kolleg:innen. Dieses Problem ließe sich auch für Dich ganz einfach lösen Auf der Homepage des GEW Kreisverbandes findet sich ein Beitrittsformular für die GEW. Mit der Mitgliedschaft sind nicht nur FFP2 Masken verbunden, die wir alle hoffentlich bald nicht mehr benötigen, sondern GEW Mitglieder profitieren von einem qualifizierten Rechtschutz, einer starken Interessenvertretung und fundierten Informationen in allen die Schule und KITA und die Arbeitsbedingungen betreffenden Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Clasen (für den GEW Kreisverband Segeberg)

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